Kooperation zwischen Berufskolleg Geilenkirchen und RWTH und FH Aachen

Kooperationsvertrag : Talentscout bringt Schüler an die Uni

Als erstes Berufskolleg im Kreis Heinsberg werden seit dem Herbst 2017 am Berufskolleg Ernährung Sozialwesen Technik (EST) talentierte Schülerinnen und Schüler durch einen Talentscout beraten und gefördert.

Das Berufskolleg Ernährung Sozialwesen Technik des Kreises Heinsberg in Geilenkirchen hat im Rahmen des Talentscoutings mit RWTH und FH Aachen die Plakette „Schule im NRW Talentscouting“ erhalten. Professorin Dr. Martina Klocke (FH Aachen) und Talentscout Yusuf Bayazit überreichten die Plakette, die ihren Platz im Foyer des Schulgebäudes am Berliner Ring in Geilenkirchen finden wird, an Schulleiter Rolf-Dieter Crott. Mit der Verleihung der Plakette wurde auch der Kooperationsvertrag zum Talentscouting zwischen dem EST sowie der RWTH und FH Aachen unterschrieben. Als erstes Berufskolleg im Kreis Heinsberg werden seit dem Herbst 2017 am Berufskolleg Ernährung Sozialwesen Technik (EST) talentierte Schülerinnen und Schüler durch einen Talentscout beraten und gefördert.

Schulleiter Rolf-Dieter Crott betonte, dass das Talentscouting die vielfältigen Aktivitäten bei der Studien- und Berufswahlorientierung sowie bei der Integration, Inklusion und der Ausbildungsvorbereitung am EST ergänze.

Als Schulleiter, so Crott, freue er sich, dass das Berufskolleg dieses zusätzliche Angebot der Talentfindung und -förderung anbieten könne. Der Erfolg dieses Angebotes hänge von engagierten Personen ab. Stellvertretend für viele im Kollegium nannte der Schulleiter Maria Dick und Stephanie Büngen, die mit hohem Zeitaufwand und viel Engagement das Projekt Talentscouting am Berufskolleg EST angestoßen und ans Laufen bekommen hätten. Rolf-Dieter Crott dankte auch den Projektpartnern RWTH und FH Aachen. Insbesondere dankte er dem Talentscout Yusuf Bayazit, der als Gast am EST in vorbildlicher Weise das Projekt begleite und auf viele gestellte Fragen immer die richtige Antwort gefunden habe.

Saskia Plum, Raphael Skowranek und Malik Hamdi nahmen stellvertretend für die 43 „Talente“ des EST an der Verleihung der Plakette teil. Alle drei Schüler des EST zeigten sich sehr zufrieden mit dem Verlauf des Talentscoutings.

Saskia Plum freute sich über den unkomplizierten Kontakt, den sie über die sozialen Medien zum Talentscout Yusuf Bayazit halten kann. Sie hat bereits eine Ausbildung zur Altenpflegerin absolviert und macht gerade ihr Fachabitur. Ihr Ziel ist es, Pflegepädagogik an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen in Köln zu studieren. Talentscout Yusuf Bayazit ebnete ihr den Weg zum Studium, indem er ihr die Möglichkeit eines Stipendiums der Studienstiftung des deutschen Volkes erläuterte.

Auch Raphael Skowranek, der sein Berufsziel im Bereich Politik- und Gesellschaftswissenschaften erkannt hat, hat durch die Teilnahme am Talentscouting eine Konkretisierung seines Berufswunsches erfahren. Rolf-Dieter Crott: „Das Talentscouting vergrößert den Blumenstrauß an Möglichkeiten, den wir unseren Schülern anbieten. Uns ist wichtig auch die Talente an unserer Schule zu fördern, die eine höhere Qualifikation erreichen können.“

Da in Deutschland oftmals nicht vorhandene Talente über den Bildungsweg entscheiden, sondern die familiären Hintergründe, wurde das NRW-Talentscouting installiert. Ein zentrales Ziel des Programms ist es, jungen Menschen gleiche Bildungschancen zu ermöglichen, unabhängig vom Einkommen, Bildungsstand oder Nachnamen der Eltern. Talentierte Jugendliche aus weniger privilegierten Verhältnissen werden ermutigt, sich ein Studium oder eine Berufsausbildung zuzutrauen und dabei unterstützt, diesen Weg erfolgreich zu bestehen. Das nordrhein-westfälische Ministerium für Kultur und Wissenschaft stellt dafür bis 2020 jährlich bis zu 6,4 Millionen Euro zur Verfügung. Aktuell beteiligen sich 17 NRW-Hochschulen an dem Programm.

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