Konzerte der VokaLadies in der Braunsrather Festhalle

Konzert der VokaLadies : Ein Feuerwerk für Augen und Ohren gezündet

Die Konzertbesucher in der an zwei Veranstaltungstagen ausverkauften vollbesetzten Braunsrather Festhalle reagierten begeistert auf die musikalische Reise ins Abenteuer, die vom Frauenchor VokaLadies in einer fantastisch bunten Bühnenshow mehr als überzeugend präsentiert wurde.

Unter der Leitung ihrer Dirigentin Hilde Ubben, unterstützt durch die Choreographin Marlene Maas, den stimmgewaltigen Tenor Ben Heijnen sowie die Tanzformation „D-joy“, warteten die VokaLadies mit einem komplett neuen Repertoire und neuen Choreographien aus Musik, Show und Tanz auf.

Chorgesang ist normalerweise etwas für die Ohren und die Seele, doch auf der Braunsrather Bühne wurde an beiden Abenden den Besuchern in sechs verschiedenartigen Themenblöcken eine atemberaubende Show geboten, die das Konzert durch den gezielten Einsatz tänzerischer Akzente um eine weitere Dimension erweiterte.

Durch die eingesetzte Begleitband, bestehend aus Keyboard, E-Bass und Schlagzeug, sowie durch die Chorbegleitung am E-Piano von Dirigentin Hilde Ubben wirkten die eigens für die Show geschriebenen Arrangements viel pfiffiger, lebendiger und temperamentvoller. Der niederländische Sänger Ben Heijnen zeigte sich nicht nur als ein begnadeter Tenor, er ist auch ein absoluter Profi als Entertainer und somit ein wahrer Glücksgriff für so eine musikalische Reise ins Abenteuer. Die Soloauftritte mit der Klarinette von Cäcilie Cleef standen dem in nichts nach.

Der gut vorbereitete Frauenchor VocaLadies sprühte vor Energie und sang klar und sauber und mit charaktervollen Stimmen. Die Arrangements des Chores bauten auch gezielt darauf auf. Nur streckenweise verzweigten sich die Stimmen, um aber dann schnell wieder zu einem großen Ganzen, dem verbindlichen Gemeinschaftserlebnis zusammenzukommen. Die Sängerinnen nahmen sich auch, wenn es notwendig wurde, zurück, was dann auch schon durch die Aufstellung sichtbar wurde.

Ganz an der Seite der Bühne standen sie, damit so genug Platz war für die Mädels der Tanzformation „D-joy“. Die nämlich setzten in den einzelnen Showblöcken die tänzerischen Akzente. Es war stellenweise ein wahres Feuerwerk für Auge und Ohr, die ausgefeilten Choreographien verfehlten ihre begeisternde Wirkung nicht, selbst dann auch nicht, als man zackig marschierte und dabei auch noch richtig militärisch grüßte.

Doch im Zentrum stand immer der Chor. Kein Funken von Aufregung oder Unsicherheit war zu spüren, warum denn auch? Stimmsicher und klar, immer gefühlvoll und frei sangen und bewegten sich die Sängerinnen vor großem Publikum. Und dann war da ja auch noch die Chorleiterin Hilde Ubben! Sie strahlte Ruhe aus, hatte alles im Griff, verlor nicht eine Sekunde den Überblick, dirigierte und begleitete den Chor genau so wie die Solisten hervorragend. Und nahm dann auch noch die Trompete, um ein zackiges Signal akkurat zu blasen.

Das Programm umfasste so unterschiedliche Themenblöcke wie zum Beispiel: Film, Krieg, Liebe, Krimi, Mystery und Party. Am überaus gelungenen Gesamteindruck war die Technik maßgeblich beteiligt, denn sie setzte die einzelnen Chor-Szenen samt Bühnendekoration immer wieder in neues Licht. Überhaupt muss dem Chor ein großes Kompliment gemacht werden: Neben dem Gesang waren tänzerische, schauspielerische und choreographische Fähigkeiten gefragt, die Texte in deutsch und englisch mussten sitzen – und das in einem Drei-Stunden-Programm, eine Leistung à la bonne heure!

Die wirkungsvollste Resonanz erhielten die Titel „Some Nights“, „Star Sisters Medley“, „Bei mir bist du schön“, „Ba ba Banküberfall“, „Pink Panther“, „Perfect“, „City of Stars“, „Dreamer“ und „Magic“. Bestplatzierungen beim beifallfreudigen Publikum wurden in den Szenen mit Ben Heijnen erzielt, so etwa bei Andrea Bocellis „Tremo e t´amo“, bei der Pop-Ballade „Only You“ und bei Bill Ramseys „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“. Vor der Pause hielt der Entertainer noch eine „Ländliche Konzertprobe“ ab, in die das Publikum aktiv mit einbezogen wurde.

Beim nächsten Block waren dann darstellende Fähigkeiten gefragt, dazu war man maskiert, geschminkt und kostümiert. Thematisch drehte sich alles um Songs und Geschichten aus dem Bereich Mystery, die im Auftritt von „Rock me Amadeus“ gipfelten. Den musikalischen stimmgewaltigen Schlussakzent setzte der Frauenchor VokaLadies mit dem Liedern „Chianti Wein“, „Marmor, Stein und Eisen bricht“, „Zwei kleine Italiener“, „Atemlos“, „Sierra Madre“ und „Ein Festival der Liebe“. Zum großen Finale dann „Amigos para siempre“ und „Libiamo“, das mit Ovationen vom Publikum für diese wahrlich beeindruckende musikalische Reise „.....mit uns ins Abenteuer“ begeistert honoriert wurde.