Hückelhoven: Konzentrationszone für Windenergieanlagen wird ausgeweitet

Hückelhoven: Konzentrationszone für Windenergieanlagen wird ausgeweitet

Bei Doveren wird die Konzentrationszone für Windenergieanlagen wie geplant erweitert. Das beschloss der Bauausschuss in seiner letzten Sitzung einstimmig nach eingehender Beratung und Anhörung eines externen Gutachters.

Allerdings wird die Erweiterung nicht die an sich vom Rat vorgesehene Fläche neben den beiden bestehenden Anlagen an der Autobahn 46 umfassen. Davon riet Claudia Bredemann vom Essener Büro Ökoplan nach eingehender Untersuchung ab. Die Ökologin und Landschaftsarchitektin begründete ihre Empfehlung mit „definierten Tabuzonen“, die sich an Abständen zu bebauten Bereichen, Gemeindebedarfs- und Wasserflächen sowie Stromleitungen und Straßen orientieren.

Die in Frage kommende Fläche befindet sich weiterhin zwischen Doveren und Houverath in der Nähe zur Stadtgrenze nach Erkelenz und umfasst rund 7,8 Hektar. Diese Fläche entsprach nach der Prüfung den im Jahr 2011 im Windenergie-Erlass zusammengefassten Kriterien der Landesregierung.

Schutzabstände zu besiedeltem Gebiet, zum Kühler Hof, Doverener Bruch und der geplanten L 364n werden eingehalten. Auch der Abstand zur A 46 sei ausreichend bemessen, denn die neue Fläche liegt von der Autobahn aus gesehen hinter den beiden bestehenden Anlagen. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auch auf die Rolle der „optisch bedrängenden Wirkung“ des Schattenwurfs der Rotoren gelegt. Nach allen zu berücksichtigenden Ausschlusskriterien blieb in dem Bereich Doveren nur diese Fläche übrig, erläuterte Bredemann. Denn die zuerst vom Rat vorgesehene Fläche scheiterte an den definierten Lärm-Abständen zu den bebauten Gebieten.

Zu den Baugebieten müssten 750 Meter und zu freistehenden Gebäuden wie dem Kühler Hof 450 Meter Abstand eingehalten werden. „Nun muss noch eine Untersuchung des Artenschutzes vorgenommen werden, bevor grünes Licht gegeben werden kann.“ Der CDU-Fraktionsvorsitzende Heinz-Josef Kreutzer betonte, dass man im Rat keine Entscheidung treffen wolle, die sich gegen die Interessen der Bürger richte. Auf seine Frage, ob sie die Wahl des vorgeschlagenen Standorts für „klug“ halte, antwortete Bredemann mit „ja“. Der Ausschuss stimmte der neu definierten Fläche einstimmig zu.

(hewi)