Heinsberg: Kommentiert: Vernunft muss siegen

Heinsberg: Kommentiert: Vernunft muss siegen

Es kommt offenbar Bewegung in das Thema Heinsberger Bäderlandschaft. Und die Richtung scheint sich schon recht deutlich abzuzeichnen.

Auch wenn Jakob Gerards erklärt, dass sich die Gesellschafterversammlung der Stadtwerke „nicht klar“ dahingehend geäußert habe, vielleicht im nächsten Jahr doch das Freibad in Kirchhoven wieder anstelle des Oberbrucher Bades zu öffnen, sind hier Zweifel angebracht. Der jetzige Schritt war aus finanziellen Erwägungen erfolgt, basierend auf dem externen Bädergutachten.

Die Sanierungskosten für das Freibad in Kirchhoven sind fast doppelt so hoch. Daran wird sich nichts ändern — und an den klammen Kassen der Stadt Heinsberg auch nicht. Zumindest nicht in absehbarer Zeit. Zudem dürfte der Besucherzustrom durch attraktive Konkurrenz wie Lago Laprello oder Effelder Waldsee zukünftig eher weiter sinken.

Auch die seltene Einmütigkeit, mit der die Entscheidung, Kirchhoven geschlossen zu lassen, parteiübergreifend gefällt wurde, kann als Fingerzeig gedeutet werden. Am Ende muss die Vernunft über die Emotionen und den Druck hinter den Kulissen siegen. Ein nicht immer leichter Weg, aber der einzig gangbare.

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