Kommentiert: Bloß kein Alleingang der Verwaltung

Kommentiert: Bloß kein Alleingang der Verwaltung

Ende des Jahres soll feststehen, wie Wassenberg schädliche Treibhausgase einsparen will. Und auch wie groß die Reduzierung der Emissionen sein soll. Viel wichtiger als ein besonders ambitioniertes Ziel ist, die Wassenberger Bürger frühzeitig ins Boot zu holen.

Da ist die Verwaltung, die den Prozess angestoßen hat, in der Pflicht. Sie muss die Bürger dazu motivieren, das Klimaschutzkonzept zu ihrer „Herzensangelegenheit“ zu machen. Denn nur, wenn das Konzept aus der Feder der Bürger kommt, werden sie es umsetzen.

Ein von Experten und Politikern verfasstes Schriftstück hätte dagegen wenig Aussicht auf Akzeptanz. Dass die Wassenberger Einwohner das Klimaschutzkonzept nicht nur erarbeiten, sondern später auch umsetzen, ist entscheidend für Erfolg oder Misserfolg. Denn öffentliche Einrichtungen sind gerade einmal für zwei bis drei Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Städtisches Sparen hätte also nur einen geringen Effekt.

Kurzum: Gelingt es, viele Wassenberger zum Mitmachen zu bewegen, kann das Projekt erfolgreich sein. Dann wäre es mehr als eine bloße Imagekampagne, deren schön Vision irgendwann still und leise im Sande verläuft.