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Konzert: Klassik und Jazz in neuem Gewand in Heinsberg

Konzert : Klassik und Jazz in neuem Gewand in Heinsberg

Bei „Klavier entlang der Rur“ gibt es diesmal eine spannende Mischung aus Klassik und Jazz: Benyamin Nuss (Klavier) und Fumito Nunoya (Marimbaphon) sind Meister ihrer Instrumente.

Eine außergewöhnliche Besetzung präsentiert die Jugendmusikschule Heinsberg am Sonntag, 27. November, um 17 Uhr im Rahmen der Konzertreihe „Klavier entlang der Rur“. Zu Gast sind dann im Rondell an der Rheinertstraße Benyamin Nuss (Klavier) und Fumito Nunoya (Marimbaphon).

„Wir wollten etwas präsentieren, das sich stilistisch nicht an gewohnte Grenzen zwischen Stilrichtungen und Epochen hält, etwas, das sowohl zu unserer Klassik im Rondell als auch zu unserer Reihe Jazz im Rondell passt“, erklärt Musikschulleiter Theo Krings. „Und bei dieser Vorgabe ist Benyamin Nuss absolut erste Wahl!“ Nuss sei einer der ganz wenigen Pianisten, die in Jazz und Klassik gleichermaßen zu Hause seien und in beiden Genres auf internationalem Niveau spielen würden. Dafür sprächen seine zahlreichen Auszeichnungen.

Für das Heinsberger Konzert hat er sich mit dem japanischen Marimbaphonisten Fumito Nunoya zusammengetan. Dieser gilt als einer der aktuell weltweit führenden Solisten seines Instruments. Gemeinsam haben sich die beiden vorgenommen, die klanglichen Möglichkeiten dieser außergewöhnlichen Kombination auszuloten. Dabei wollen sie zwar ein modernes Repertoire präsentieren, dabei aber ausdrücklich einem bereitem Zuhörerkreis zugänglich und unterhaltsam sein. „Viele Stücke, die speziell für das Marimbaphon geschrieben wurden, sind ziemlich atonal und sperrig“, erklärt Nunoya dazu. „Wir wollen ein breites Publikum ansprechen, Spaß haben und bereiten. Wir haben deshalb mehrere neue Werke in Auftrag gegeben.“ Ein Ergebnis davon sind die „Three Colors“ des französischen Komponisten und Schlagzeugers Emmanuel Séjourné. Diese Musik vereint rhythmische, romantische und energetische Elemente und ist hörbar sowohl von klassischen Traditionen als von Jazz, Rock und außereuropäischer Musik inspiriert.

Zum „Tree Dance“ (Tanz der Bäume) der japanischen Komponistin Marei Suyama meint Nunoya: „Viele Leute halten klassische Musik heute für etwas, das man still anhört, während man die Stirn runzelt. Mit den Füßen im Rhythmus zu wippen scheint inakzeptabel. Ich habe jedoch immer gedacht, dass man zu klassischer Musik tanzen kann, so wie man sich zur Musik eines DJs bewegen kann.“ Der Tanz der Bäume sei dabei fast eine klassische Version von Kraftwerk, die Beats der Techno-Musik mit den scharfen Klängen der modernen Musik und organischer Poesie verbinde.

Zu solchen „grenzgängerischen“ Auftragswerken gesellt das Duo in seinen Live-Programmen eigene Arrangements bekannter, ursprünglich für andere Besetzungen geschriebener Werke wie Vitalis berühmte „Chacconne“, Piazzollas „Le Grand Tango“ oder Rosenblatts „Carmen Fantasy“. Präsentiert mit der unbändigen, virtuosen Spielfreude zweier absoluter Ausnahmekönner biete sich so allen Musikfreunden ein nicht alltäglicher, gleichermaßen anregender wie unterhaltsamer Start in die Adventszeit, so Schulleiter Theo Krings.

Eintrittskarten sind erhältlich in allen bekannten Vorverkaufsstellen, in der Jugendmusikschule, E-Mail buero@jms-hs.de, 02452/92437039 und im Internet, www.reservix.de.