"Klassik im Rondell“ mit Ex-Jugendmusikschüler Tristan von den Driesch

Tristan von den Driesch : Gefeierte Rückkehr ins Rondell

Besonders groß ist die Freude in der Jugendmusikschule immer dann, wenn ein ehemaliger Schüler seinen Karriereweg weiter fortgesetzt hat und dann irgendwann wieder einmal im Rahmen eines Konzerts nach Heinsberg zurückkehrt.

So war es auch bei Klarinettist Tristan von den Driesch, der inzwischen zu den Essener Philharmonikern gehört, aber auch in Hamburg im NDR-Elbphilharmonie-Orchester spielt oder im Gürzenich-Orchester in Köln.

Noch vor der Jugendmusikschule war aber auch der Musikverein Waldenrath die musikalische Heimat des inzwischen 32-Jährigen, stammt er doch aus dem beschaulichen Örtchen Pütt gleich nebenan. Und natürlich waren auch von dort viele Gäste ins Rondell im Klevchen gekommen, um ihn als Teil eines siebenköpfigen Ensembles der Essener Philharmoniker in einem Konzert zu sehen und vor allem natürlich zu hören.

Das Konzert sei auch Teil des Gesamtprogramms „Klassik im Rondell“ im Rahmen der Feierlichkeiten anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Jugendmusikschule, betonte Schulleiter Theo Krings in seiner Begrüßung. „Für eine kurze Zeit durfte ich auch Teil dieser Geschichte sein“, freute sich von den Driesch. Und sein Dank ging ebenso herzlich an seine sechs Musikerkollegen, die Proben und die Fahrt nach Heinsberg auf sich genommen hatten, um hier mit ihm zu konzertieren.

„Till Eulenspiegel einmal anders“ hieß das erste Stück. Unter diesem Titel hat Fanz Hasenöhrl 1954 die bekannte Sinfonische Dichtung von Richard Strauss als „Scherz für Klarinette“ (Tristan von den Driesch), Violine (Florian Geldsetzer), Horn (Clara Reichwein), Fagott (Sergio Giodano) und Kontrabass (Michael Giesen) bearbeitet. Im Original handele es sich um ein großes Orchesterstück, erklärte von den Driesch. Da sei die Herausforderung natürlich für jeden der beteiligten Musiker groß, wenn Partien von anderen Instrumenten übernommen werden müssten.

Zum Septett in Es-Dur für Streicher und Bläser von Ludwig van Beethoven ergänzten Annette Meier-Krüger (Viola) und Anja Rapp (Cello) das Quintett zum Septett. Auch hier wurde deutlich, dass alle sieben Musiker absolute Perfektionisten auf ihrem Instrument sind, nicht nur in diversen Soli, sondern auch in den leisen, gemeinsam gespielten Passagen. Der feinfühlig abgestimmte Schluss des vierten Satzes forderte schon Applaus, doch dann ging der Dialog der Instrumente weiter. Das Publikum war begeistert und hörte als Zugabe sehr gerne den ersten Satz des Stücks noch einmal.

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