Erkelenz-Kückhoven: Kläranlage stillgelegt: Kückhovener Abwasser fließt nun nach Neuwerk

Erkelenz-Kückhoven: Kläranlage stillgelegt: Kückhovener Abwasser fließt nun nach Neuwerk

Die Vorarbeiten dafür waren von langer Hand geplant und seit Jahresende 2013 fertig, nun ist die Kläranlage Kückhoven vom Kanal-Netz genommen worden. Prof. Dietmar Schitthelm, Vorstand des Niersverbandes, und der Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen schalteten gemeinsam die Belüftungseinheit der biologischen Stufe ab.

Das Abwasser der rund 2500 Einwohner aus dem Erkelenzer Ortsteil Kückhoven wird künftig über eine sogenannte Freispiegelleitung in die Kanalisation zur Kläranlage Mönchengladbach-Neuwerk geleitet. Die Arbeiten für den Anschluss der Abwasserleitung aus Kückhoven an die Kanalisation wurden Ende 2013 abgeschlossen. Sie dauerten etwa ein halbes Jahr und kosteten rund 900.000 Euro.

Wegen immer schärferer Reinigungsanforderungen und der hohen Belastung war die rund 40 Jahre alte Kückhovener Kläranlage in den vergangenen Jahren an ihre Kapazitätsgrenze gestoßen. Dr. Ulrich Otto, Leiter der zuständigen Abteilung Abwasser beim Niersverband: „Wir mussten etwas tun, auch um die Entwicklungsmöglichkeiten Kückhovens sicherzustellen.“

Zuvor waren in einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung drei Varianten geprüft worden: der Ausbau der Kläranlage am Standort Kückhoven; eine Überleitung der Abwässer zur Kläranlage Erkelenz und die Überleitung der Abwässer zur Kläranlage Mönchengladbach-Neuwerk. Letztlich gaben die geringen spezifischen Kosten der Abwasserbehandlung in der großen Kläranlage Mönchengladbach-Neuwerk den Ausschlag.

„Wir wollen auch zukünftig den Bürgern eine kostengünstige und effiziente Abwasserreinigung gewährleisten“, betont Schitthelm. „Diese Maßnahme ist ein Baustein dazu.“ Mit einem Abwasserpreis von derzeit 0,81 Euro/Kubikmeter habe es der Niersverband durch wirtschaftliches Handeln geschafft, die Kosten trotz erweiterter Aufgabenwahrnehmung in den vergangenen 16 Jahren nahezu konstant zu halten.

(eska)