Kirchenkonzert zum Abschluss des Jubiläumsjahrs in St. Valentin

Jubiläumskonzert in St. Valentin Venrath : Grandioser Genuss zum Schluss

Stefan Emmanuel Knauer, Susan Kuhlen und Christoph Müller brillierten beim Kirchenkonzert zur Feier des Jubiläumsjahres der Pfarrkirche St. Valentin in Venrath. Sie boten den Besuchern einen grandiosen Kunstgenuss.

Zum Abschluss des Festjahres „150 Jahre St. Valentin“ fand in der Pfarrkirche Venrath ein Konzert mit Orgel, Sopran und Trompete statt. Dank sorgfältig ausgesuchter anspruchsvoller festlicher Werke aus Barock und Klassik und dank der überragenden Qualität der Künstler wurde den Besuchern mit dem Jubiläumsabschlusskonzert „Jubilate Deo“ ein grandioser Kunstgenuss geboten.

Als ein absoluter Glücksgriff erwiesen sich dabei die drei fantastisch miteinander harmonierenden virtuosen Künstler Kantor Stefan Emanuel Knauer, Orgel, Susan Kuhlen, Sopran, und Christoph Müller, Trompete, die sich auf der Basis profunden Könnens geradewegs von der Orgelempore der Kirche aus direkt in die Herzen ihrer Zuhörer musizierten.

Der musikalische Bogen spannte sich dabei von Johann Sebastian Bach über Georg Friedrich Händel und Wolfgang Amadeus Mozart bis hin zu Tomaso Albinoni. Zu Beginn des Konzertes erklang eine der bekanntesten Bach-Kantaten „Jauchzet Gott in allen Landen“ BWV 51 mit den Sätzen Aria „Jauchzet Gott in allen Landen“, Recitativo „Wir beten zu dem Tempel an“, Aria „Höchster mache dein Güte“, Choral „Sei Lob und Preis mit Ehren“ und Arie „Alleluja“.

Schon in der Einleitung wurde den Zuhörern deutlich, auf welch hohem musikalischen Niveau sich das Konzert bewegte: Klare Figuration des Trompeters, makellos intonierend phrasierender Sopran, in Harmonie mit einem virtuosen Organisten. Dem Trio wurde an Ausdrucksvielfalt, Dynamik und Artikulation einiges abverlangt.

150 Jahe St. Valentin Venrath: Das Jubiläum wurde nun mit einem Konzert von herausragender Güte gekrönt. Foto: Stefan Klassen

Es folgte ein virtuoses Orgelsolo, Mozarts „Intrada und Fuge C-Dur KV 399“ (in einer Bearbeitung von Franz Lehrndorfer), gespielt auf der 1991 erbauten Mönch-Orgel. In Händels Arien „Eternal source of light divine“ aus „Ode for the Birthday of Queen Anne“ HWV 74 und „Let the bright Seraphim“ aus „Samson“ HWV 57 beeindruckte das gut aufeinander eingespielte Trio durch Perfektion und blindes gegenseitiges Verstehen. In den beiden Mozart-Kirchensonaten D-Dur KV 144 und Es-Dur KV 67 konnte Kantor Stefan Emanuel Knauer mit großer Spielfreude und überwältigender Klangfülle überzeugen. Dazwischen, ebenfalls von Wolfgang Amadeus Mozart, die Motette „Exultate, jubilate“ KV 165, Aria „Exultate, Jubilate“, Recitativo „Fulget amica, Dies“, Aria „Tu virginum corona“ und Arie „Alleluja“. Absolut ausdrucksstark und atemberaubend sicher brillierte Susan Kuhlen mit stimmlicher Präzision ihres glasklaren Soprans.

Danach folgte dann noch einmal barocker und virtuoser Glanz im Konzert für Trompete und Orgel von Tomaso Albinoni. Während Christoph Müller das Trompetenkonzert blitzsauber und mit enormer Musikalität blies, zeigte sich Organist Knauer als einfühlsamer Begleiter. Von einer virtuosen Orgelstimme getragen, baute die Trompete spannungsreiche Bögen und folgte mal fließend, mal pointiert den rhythmischen Vorgaben.

Mit Ovationen bedankten sich die Zuhörer für dieses außerordentlich schöne Musikerlebnis. So wurde das grandiose Kirchenkonzert zum großartigen Finale zum Abschluss des Festjahres „150 Jahre St. Valentin in Venrath“.