Heinsberg-Dremmen: Kirchenchor St. Lambertus Dremmen feiert 160-jähriges Bestehen

Heinsberg-Dremmen: Kirchenchor St. Lambertus Dremmen feiert 160-jähriges Bestehen

Mozarts Krönungsmesse bildete den würdigen Rahmen für das Cäcilienfest, das der Kirchenchor Sankt Lambertus Dremmen in der Pfarrkirche, zu seinem 160-jährigen Bestehen feierte.

Neben den starken Gesangsbeiträgen des Solistenquartetts präsentierte sich der Kirchenchor Dremmen, verstärkt mit Personal aus Oberbruch und Eschweiler, zusammen mit einem Streicher-Ensemble Sinfonietta Regio, und dem Organisten Dr. Thomas Herfs, engagiert, klangschön und von seiner allerbesten Seite.

Die Krönungsmesse erfuhr unter der künstlerischen Leitung von Jakob Ronkartz eine überzeugende gestalterisch geschlossene Interpretation. Ganz unspektakulär in Gestik und Mimik strahlte der Dirigent große Kompetenz und vor allem Ruhe aus. Nur so konnte der Zusammenklang zwischen Chor, Solisten, Orgel und Streichern bestens gelingen.

Um den Namen der Messe ranken sich zahlreiche Mythen, da sie ursprünglich zu Ostern und nicht anlässlich einer Krönung entstanden war. Ihren Namen erhielt sie erst später, aller Wahrscheinlichkeit nach 1791, weil sie während der Prager Krönungsfeierlichkeiten für Leopold II. noch einmal zur Aufführung gelangte. Sie übertrifft an Kontrastreichtum, festlichem Schwung und musikalischer Gedankenvielfalt Mozarts andere Messen.

Charakteristisch sind die sinfonischen Elemente. So ist die Krönungsmesse (KV 317) mit Abstand das beliebteste geistliche Werk Mozarts. Als missa solemnis (Hohe Messe) verfügt sie über eine besonders feierliche und umfangreiche Vertonung, und es wurde in der Dremmener Lambertus-Kirche immer wieder deutlich, welch herrliche Musik Mozart hier geschrieben hat.

Das Solistenquartett mit Natalie Diart (Sopran), Elisabeth Diart (Alt), Heinz Josef Gilleßen (Tenor) und Christian Stolz (Bass) fügte sich glänzend in einen jederzeit adäquaten und facettenreichen Gesamtklang, wenngleich Sopranistin Natalie Diart mit der bekannten engelsgleichen „Agnus Dei“-Solo-Arie natürlich herausragte. Beeindruckend war dann auch der feierliche Schluss mit dem Eingangschor aus dem Messias von Georg Friedrich Händel: Seht, die Herrlichkeit Gottes des Herrn. Mit diesem musikalischen Hochgenuss hat der Kirchenchor St. Lambertus Dremmen die Feier zu seinem 160-jährigen Bestehen gekrönt.

„Der Chor hat sich damit sein schönstes Jubiläumsgeschenk gemacht“ stellte Pfarrer Hans Schmitz am Ende des Festgottesdienstes fest.

Die glänzende Aufführung von Wolfgang Amadeus Mozarts feierlichen Krönungsmesse stellte den Höhepunkt des Jubiläumsjahres dar. Sie war in die Liturgie mit eingebunden, und verlangte vom Chor viel Spannkraft und sängerische Disziplin. Diese gut gehaltene Spannung der Musik löste sich am Ende in den wohlverdienten Beifall.