Kinderhilfe sammelt 42.000 Euro

Rekordsumme : Kinderhilfe sammelt 42.000 Euro

Für Familien ist es ein Schicksalsschlag, wenn die Diagnose gestellt wird: das Kind hat Krebs. Nichts mehr ist so wie es einmal war. Alles dreht sich nur noch um die Krankheit des Kindes und um die Frage, ob das Kind die Krankheit besiegt.

Die Medizin hat bei der Behandlung von Krebs bei Kindern in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht, mittlerweile können 80 Prozent der krebskranken Kinder geheilt werden. Am Internationalen Kinderkrebstag wurde vom Vorstand der Kinderhilfe Selfkant (Hilfe für krebs- und schwerstkranke Kinder im Selfkant e.V.) jetzt ein symbolischer Scheck über die Rekordsumme von 42.000 Euro auf der Kinderkrebsabteilung im Aachener Klinikum übergeben.

Auf der Station KI01 werden Kinder mit Tumorerkrankungen, Bluterkrankungen sowie Kinder mit nicht infektiösen wie zum Beispiel neurologischen Erkrankungen behandelt. Die Station verfügt über 16 Betten in acht Doppelzimmern. Angegliedert an die Station ist die Kurzzeitstation mit sechs Betten für Patienten, die für eine mehrstündige Behandlung oder eine aufwändige Untersuchung in die Klinik kommen, aber nicht im Krankenhaus übernachten müssen. Die Altersspanne der Patienten reicht vom Säugling bis zum jungen Erwachsenen.

Seit über 20 Jahren ist die jetzige Kinderhilfe Selfkant aktiv und überreicht jedes Jahr einen stattlichen Betrag an den Förderverein der Kinderkrebsstation im Klinikum. Beate Gorissen und ihr Team bündeln seit Jahrzehnten alle Kräfte, um hier zu unterstützen. Die Oldie-Party Havert (diesmal am 30. März ab 20 Uhr im Schützenheim Havert) war einst der Ursprung. Die Kinderhilfe erfüllt Herzenswünsche und unterstützt auch die Eltern der Kinder so gut es geht.

Entgegengenommen wurde diesmal die großzügige Spende von Susanne Göschel als Vertreterin des Förderkreises für krebskranke Kinder und Dr. med. Ahmed A. Farrag Mohamed. Auf Wunsch der Kinderhilfe war auch die ehemalige, langjährige stellvertretende Vorsitzende Marlies Hambücker anwesend, die mehr als 35 Jahre den Aachener Förderkreis prägte, ferner der Leiter der Sektion Pädiatrische Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation, Univ.-Prof. Dr. med. Udo Kontny.

Professor Kontny und Susanne Göschel verdeutlichten eindringlich die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten der Spendensumme. Mit diesem Geld können bedürftige Familien krebs- oder schwerstkranker Kinder finanziell unterstützt, Überwachungsgerätschaften angeschafft, Fortbildungen für Ärzte und Pflegepersonal finanziert und insbesondere Kur- und Heilmaßnahmen für betroffene Familien finanziert werden. Besucht wurde auch ein Spielzimmer, das unter anderen auch von der Kinderhilfe realisiert werden konnte.

Vorsitzende Beate Gorissen dankte allen Spendern, ob Firmen, Vereinen, Privatpersonen, Kitas und Schulen, für ihre Spendenbereitschaft, die die tolle Summe zustande kommen ließ.

(agsb)
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