Erkelenz: Kilometerlange Menschenkette gegen Tagebaue

Erkelenz: Kilometerlange Menschenkette gegen Tagebaue

Ein Bündnis aus Umweltverbänden, Bürgerinitiativen, Entwicklungsorganisationen und Gewerkschaften ruft zur Großdemonstration für den Kohleausstieg auf.

Am Samstag, 25. April, wollen die Klimaschützer im Braunkohlentagebau Garzweiler mit einer 7,5 Kilometer langen Menschenkette für den Stopp der Tagebaue und das Ende der Kohleverstromung werben. Zum Trägerkreis der Anti-Kohle-Kette 2015 gehören der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die BUNDjugend, Campact, Greenpeace, die Klima-Allianz Deutschland, der Naturschutzbund Deutschland (NABU) sowie die Bürgerinitiative „Stop Rheinbraun“.

Mit der Menschenkette wollen die Initiatoren ihrer Forderung nach einem kompletten Kohleausstieg bis spätestens 2040 Nachdruck verleihen. Als erster Schritt auf dem Weg dahin müsse der Energiesektor seine CO2-Emissionen bis 2020 um insgesamt 93 Megatonnen reduzieren und die ältesten Kohlekraftwerke abschalten. Mit der Menschenkette quer durch den Braunkohlentagebau Garzweiler von Erkelenz-Keyenberg bis Erkelenz-Immerath soll aber auch ein Zeichen für eine massive Verkleinerung aller Tagebaue gesetzt werden. Bis 2030 könne der Abbau im Tagebau Garzweiler II beendet sein. Anstatt weitere tausende Menschen umzusiedeln, müsse endlich der Weg frei gemacht werden für einen Strukturwandel, der den Beschäftigten in der Kohleindustrie neue Perspektiven eröffnet. Die Veranstalter rechnen mit mindestens 5000 Teilnehmern aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland.

(red)