Erkelenz-Venrath: KG Venroder Wenk startet bei jecken Jubiläum durch

Erkelenz-Venrath: KG Venroder Wenk startet bei jecken Jubiläum durch

Aus gleich zwei Gründen wurde ausgelassen und stimmungsvoll auf der Kostümsitzung der KG Venroder Wenk gefeiert: Es war zum einen die letzte Sitzung der diesjährigen Session. Einen weiteren Grund hatten Venraths Narren, weil die Gesellschaft von 1952 in diesem Jahr sechs mal elf Jahre als wird.

Wahrlich ein Grund, diesen Geburtstag gebührend zu feiern und einmal kräftig auf den Putz zu hauen. Noch bevor Peter-Josef Gormanns, Präsident der KG, die Protagonisten des Abends auf die närrischen Bretter bat, hatten Robert und Schorsch vom Stimmungsduo „Op Kölsch“ den Saal mit ihren mitreißenden Melodien bereits kräftig zum Brodeln gebracht.

Dann bat Jupp Gormanns den gesamten karnevalistischen Tross zum klingenden Spiel des Venra-ther Trommlercorps in den Saal. Erstmals in der Geschichte des Venrather Karnevals hatte die Gesellschaft mit Rolf I. (Rolf Oberdörster), Bauer Michel (Michael Königs) und Jungfrau Klaudia (Klaus Schumacher) ein Dreigestirn aufgeboten. Während sich Kinderprinz Kevin I. mit seinem Gefolge auf die Bühne begab, mischte sich das Dreigestirn, Venraths Damenwelt mit bunten Rosen beschenkend, unter das närrische Volk.

Ganz besonders bedankte sich Präsident Gormanns beim Venrather Trommlercorps. „Vom Anbeginn des Venrather Karnevals seid ihr mit dabei und erfreut uns seither jedes Jahr mit eurem klingenden Spiel und den schmissigen Märschen“, bedankte sich Venraths singender Präsident bei den Spielleuten.

Ebenfalls einen Willkommensgruß richtete der Wenk-Präsident an den Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen, der mit Ehefrau Gabriele erschienen war. Ein herzliches Willkommen rief Gormanns gleichzeitig einer Abordnung der KG Windshema zu, die anlässlich des diesjährigen Straßenkarnevals eigens aus Bad Windsheim, der Partnerstadt von Erkelenz, im Rheinland erschienen war.

In der Folge reihte sich ein Höhepunkt an den anderen. Den Auftakt machten die Wenk-Flöhe, der tänzerische Nachwuchs der Venrather Karnevalsgesellschaft. Die Kleinsten der Gesellschaft unterstrichen in ihren weiß-roten Kostümen, dass es der Gesellschaft nicht an Nachwuchs mangelt.

Irritiert waren die Besucher allerdings, als die Blau-Weißen der Erkelenzer Karnevalsgesellschaft (EKG) ohne ihr Prinzenpaar Roland I. und Kristina I. auf den närrischen Brettern von Venrath erschienen. Offensichtlich hatte sich bei der Koordinierung der Termine ein Fehler eingeschlichen. Doch nur kurze Zeit später präsentierten sich die Erkelenzer Tollitäten in ihrem bunten Ornat den Venrather Karnevalisten.

Als Hausmann setzte der Alsdorfer Humorist Jürgen Beckers eine weitere Duftnote. Die Tanzgruppe Wenk-Sterne stellte eindrucksvoll unter Beweis, was sie in vielen Trainingsstunden einstudiert hatte. Dann waren es die Stimmungsmacher der Formation Hätzblatt, Dauergäste im Venrather Karneval, die dem Publikum ganz erheblich einheizten.

Dies hielt selbst Bürgermeister Jansen und Gattin Gabriele nicht mehr auf ihren Sitzen. Gemeinsam legten beide eine flotte Sohle aufs Parkett. Ramona Barth, als Tanzmariechen seit Jahren eine feste Größe im Venrather Karneval, begeisterte das Publikum mit ihrer perfekten tänzerischen Darbietung.

Heißbegehrt waren die Orden, die das Dreigestirn schließlich ganz speziellen Gästen überreichte. Eines der zahlreichen Highlights dieses unterhaltsamen Abends war die Parodie des Kölners Heinz Grönings, einer festen Größe des rheinischen Karnevals. Tänzerische Darbietungen von Tanzmariechen Nina Moll oder des Wenk-Balletts wurden von den Ovationen der Besucher begleitet. Zwischenzeitlich hatten die Kölschen Adler mit den Dauerbrennern karnevalistischen Liedgutes das Publikum nahezu in Ekstase versetzt.

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