Katholisiches Forum setzt 2019 auf Zusammenhalt

Bildung und Weiterbildung : Das Miteinander steht im Vordergrund

Das Katholische Forum stellt sein neues Programm für 2019 vor. Neben bewährten Angeboten im Bereich Familien- und Gesundheitsbildung rückt die Frage des gesellschaftlichen Zusammenhalts in den Blick.

Neue Akzente zu setzen, das sei dem Katholischen Forum bei seinem Veranstaltungsprogramm für das Jahr 2019 ein besonderes Anliegen gewesen, erklärte der Forum-Leiter Franz-Josef Unland. Zusammen mit Ulla Otte-Fahnenstich, Pantea Dennhoven, Marion Höver-Battermann und Ricarda Polnik stellte er das Kursprogramm für das kommendes Jahr  vor.

Rund 1100 Kurse sind bereits im Programmheft zu finden, im Laufe des Jahres soll das Programm durch weitere Angebote jedoch noch auf satte 1.700 Kurse anwachsen. Neben den festen Standorten in Heinsberg, Hückelhoven und Gillrath biete das Forum viele Kurse dezentral an, um auch wohnortnah die Fragen der Menschen zu beantworten, betonte er zudem.

Bei allen Kursen geht es dem Forum ums Miteinander, das Forum wolle eintreten für ein gutes Zusammenleben in Vielfalt: „Bildungsarbeit dient dazu, sich zu informieren. Menschen kommen über ihre Positionen ins Gespräch und sie entwickeln dadurch eigene Positionen.“

So rücke neben den bewährten Angeboten in den Bereichen Familien und Gesundheit die Frage des gesellschaftlichen Zusammenhalts in den Blick. Daher beteiligt sich das Forum am 15. Juni am bundesweiten „Tag der offenen Gesellschaft“. Zu unterschiedlichsten Aktionen sollen Menschen zusammen kommen und Ideen entwickeln, wie man Demokratie und offene Gesellschaft feiern kann.

„Reise durch die deutsche Einwanderungsgeschichte“

Das Forum lade auch ein zu einer „Reise durch die deutsche Einwanderungsgeschichte“. Zuwanderung sei ein Thema, das schon sehr früh begonnen habe. Für die Region nannte Unland die Zuwanderung im Zusammenhang mit dem Bergbau. Der Ausflug zur Ausstellung des Dokumentationszentrums und Museums für Migration in Deutschland lade zur Auseinandersetzung mit dem Thema ein.

„Willkommenskultur – ein Auslaufmodell?“ heißt die Frage, die am 20. Februar im Geilenkirchener Bürgertreff gestellt wird. „Es geht um die Frage, wie wir in Zukunft leben wollen“, erklärte Unland. Professor Klaus-Peter Hufer bietet am 24. September (nicht wie im Programmheft abgedruckt am 13. Februar) in Hückelhoven „Argumente gegen Stammtischparolen“.

Dass die Veranstaltungen auf Resonanz stoßen, darf angenommen werden. Immerhin konnte das Katholische Forum im Jahr 2018 rund 21.000 Teilnehmer in mehr als 1.600 Kursen begrüßen, erklärte  Unland. Dies sei eine leichte Steigerung zum Vorjahr.

Zudem setzte das Forum immer häufiger auf die Kooperation mit Partnern. So lädt das Forum in Kooperation mit dem kfd-Diözesanverband und der Stabsstelle Chancengleichheit des Kreises Heinsberg am 15. Mai zu einem humoristischen Leseabend zum Thema Älterwerden ein. Ein Kochkurs mit Teilnehmern unterschiedlichster Nationalitäten startet am 4. Februar in Haaren. Auch zu einer Exkursion in den Braunkohletagebau lädt das Forum ein.

Neu im Programm ist das „Bochumer Gesundheitstraining“ vom 15. bis 17. Februar. Angebote rund um Angst und Depression, Yoga, Pilates, Zumba-Fitness und Nordic-Walking gehören zu den vielfältigen Kursen im Bereich Gesundheit und Fitness. Auch Bewegungsangebote für Kinder und wichtige Impulse für die Arbeit mit Kindern bietet das neue Programm. In den Hückelhovener Räumen am Friedrichplatz werden Nähtreffs mit Kinderbetreuung und wichtige Themen für Familien angeboten. Einblicke in die Geschichte des Bergbaus in der Region bietet eine Führung im Bergbaumuseum in Hückelhoven für Familien am 23. März.

Fortbildungen

Hochinteressant sei die Informationsveranstaltung zum Bienensterben und seine Bedeutung für die Ernährung, betonte Franz-Josef Unland. Imker Frank Hoffmann lädt dazu am 20. März in die Räume des Forums nach Heinsberg ein und halte Tipps für die Gestaltung von Garten und Balkon bereit.

Im kommenden Jahr bietet das Forum wieder viele Qualifikationen und Fortbildungen an. So startet eine Qualifizierung für die Leitung von Eltern-Kind-Kursen bereits am 21. Januar, die Schulungen für Kindertagespflegepersonen starten am 1. Februar. In beiden Bereichen gebe es Bedarf an ausgebildeten Kräften. (pkü)