Kasalla und Querbeat bei Pape grillt

„Pape grillt“ am Haus Beeck : Entschleunigung mit Querbeat und Kasalla

3000 Besucher strömen zur sechsten Auflage von „Pape grillt“ und lassen sich vor allem von zwei rheinischen Stimmungsbands begeistern. Der Veranstalter Christian Pape will mit seinen Events „an das Wesentliche“ erinnern.

Immer höher. Immer schneller. Immer weiter. So empfinden viele Menschen den heutigen Zeitgeist. Hektik statt Harmonie, Anspannung statt Abschalten. Christian Pape ist angetreten, um diesem Zeitgeist etwas entgegenzustellen. „Wir besinnen uns auf das Wesentliche. Wir wollen entschleunigen.“ „Wir“, das sind der Beecker Humorist Christian Pape, seine Ehefrau Silvia und Tochter Amelie sowie rund 200 freiwillige Helfer, die am Freitagabend wieder angetreten waren, die sechste Auflage von „Pape grillt“ zu einer Insel der Glückseligkeit zu machen.

Die „Insel“ war einmal mehr Papes privater Garten am historischen Haus Beeck, gegrillt wurde auf dem Vorplatz, wo auf vergrößerter Fläche Foodtrucks und ein Biergarten zum Verweilen einluden. Drinnen gaben sich dann zwei der derzeit angesagtesten rheinischen Stimmungsbands die Ehre. Kasalla kamen mit all ihren Hits wie „Stadt mit K“, „Alle Jläser huh“ oder „Mir sind eins“. Ihren Kulthit „Pirate“ spielten die Jungs bei diesem Anlass als Reggae-Version.

Nur zur Einordnung: Rund einen Monat vor „Pape grillt“ spielten die Kölschrocker als Vorband von US-Superstar „Pink“ vor 45.000 Zuschauer  in der Veltins-Arena auf Schalke. Am 13. Juni 2020 geben Kasalla ein eigenes Konzert im Kölner RheinEnergie-Stadion, im Vorverkauf sind bereits mehr als 30.000 Karten weg. In Papes Garten waren es knapp 3000 Gäste,
und die Stimmung taugte für die Kölner Band mit Sicherheit schon einmal als stimmungsvoller Vorgeschmack.

Die Bands auf der Bühne heizen dem Publikum ordentlich ein. Foto: Jan Finken

Anschließend rockte Querbeat Papes Garten. Die 13-köpfige Brasspop-Band aus Bonn ist der Shooting Star der rheinischen Musik-Szene, Mit ihrem Instrumenten-Mix aus Trompete, E-Gitarre, Helikontuba und Saxopohon sorgten sie schon bei der diesjährigen Ausgabe von „Pape macht Zirkus“ für Begeisterung, jetzt drehten die Kölner Überflieger in anderthalb Stunden bei dessen Grillparty alles auf links. Natürlich hatte Querbeat alle Hits wie „Nie mehr Fastelovend“, „Tschingderassabum“ und „Randale und Hurra“ im Gepäck.

Mit einem riesigen Konfettiregen ging dann die diesjährige Ausgabe von „Pape grillt“, die von der niederländischen Band Harvest eröffnet worden war, nach ingesamt acht Stunden zu Ende. Gastgeber Christian Pape zeigte sich hinterher gerührt.

Auch die Geselligkeit kommt bei „Pape grillt“ nicht zu kurz. Foto: Jan Finken

„In familiärer Atmosphäre schöne Momente genießen, ausgelassene Lebensfreude verspüren und sich achtsam und respektvoll begegnen. Und dies alles bei fettem Sound, sagenhaftem Licht, einer mega Bühne und Künstlern, die für ‚Pape grillt’ ihr letztes Hemd geben. Es ist wunderschön, wenn Authentizität und das Leben von Werten so gewürdigt werden“, betont Pape und verspricht: „Mit ‚Pape grillt’ und ‚Pape macht Zirkus’ sind zwei Schätze geboren, die mein Team, meine Familie und ich weiter hegen und pflegen werden.“

Mit anderen Worten: Alle Grill-Fans dürfen sich schon jetzt auf die siebte Auflage von „Pape grillt“ im Spätsommer 2020 freuen.

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