Kandidaten suche für Presbyteriumswahlen beginnt am 15. September

Presbyteriumswahlen : Kompetenz und Verantwortung sind gefragt

Im März 2020 stehen in den Gemeinden der evangelischen Kirche im Rheinland (Ekir) Presbyteriumswahlen an. Deshalb beginnt am 15. September die zwölftägige Kandidatensuche in den Gemeinden.

Die Pfarrerinnen Friederike Lambrich (Lövenich-Baal) und Anke Neubauer-Krauß (Ratheim-Gerderath) sowie der Hückelhovener Pfarrer Gerhard Saß erklären im Vorfeld, was die Kandidaten aus den Gemeinden mitbringen sollten: Für die Mitarbeit im Presbyterium können sich Gemeindemitglieder bewerben, die mindestens 18 Jahre alt und bereit sind, einige Stunden pro Woche in die Gemeindearbeit zu investieren.

Neben den monatlichen Sitzungen des Presbyteriums fallen Sonntagsdienste sowie die Vorbereitung und Durchführung von Ausschusssitzungen in die Verantwortung des Presbyteriums. Auch Personalfragen bis hin zur Anstellung neuer Pfarrer werden im Presbyterium beraten. Darüber hinaus können Presbyter in die Kreis- und Landessynode gewählt werden und dort ihre Gemeinden bei grundsätzlichen Fragen vertreten. „Zwischen Vorstand und Aufsichtsrat“, so könne das Presbyterium in seiner Funktion und Kompetenz bezeichnet werden, erläutert Saß. Im Idealfall sollten die Interessenten innerhalb der Gemeinde vernetzt sein und Grundkenntnisse im Bereich des Bauwesens und der Finanzen mitbringen.

Der oder die Geistliche der Gemeinde gehört dem Presbyterium automatisch an. Im Presbyterium solle ein Mix aus Jung und Alt sowie Männern und Frauen bestehen, ergänzt Lambrich. In ihrer Gemeinde Lövenich und Baal suche man daher aus Gründen des Proporzes vor allem Männer. Gewählt wird man für vier Jahre.

Interessenten können nach Absprache den Sitzungen des Presbyteriums beiwohnen, um sich ein Bild von der Arbeit zu machen. Zur Wahl kommt es nur, wenn es mehr Kandidaten als zu besetzende Plätze im Presbyterium gibt. Rund zwei Drittel der Presbyter hätten in den drei Gemeinden bereits ihre Bereitschaft signalisiert, erneut anzutreten. Dies entspreche dem Landesdurchschnitt, betonte Saß.

Ab Sonntag, 15. September, können zwölf Tage lang schriftliche Vorschläge für Kandidaten eingereicht werden. Gesucht würden vor allem Menschen, die sich aus Leidenschaft heraus engagieren und Freude am Gestalten hätten, beschreibt Neubauer-Krauß den idealen Kandidaten. Sollten ebenso viele Kandidaten wie zu besetzende Plätze zur Verfügung stehen, wird ohne Wahl nachgerückt. Sollten sich nicht genug Kandidaten melden, setzt der Vorstand der Kreissynode einen Ausschuss ein, der die Aufgaben wahrnimmt. So fand vor drei Jahren keine Wahl statt, weil nicht genug Kandidaten zur Verfügung standen. In Hückelhoven gilt es, zehn Plätze zu besetzen, in Ratheim und Gerderath acht und in Lövenich und Baal mindestens sechs.

Ansprechpartner sind für die Kirchengemeinde Hückelhoven Pfarrer Gerhard Saß, 02433/8058094, für die Kirchengemeinde Lövenich Pfarrerin Friedrike Lambrich, 02435/1078, und für die Kirchengemeinde Ratheim-Gerderath Pfarrerin Anke Neubauer-Krauß, 02433/959238.

(hewi)
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