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Kammerchor Altodijo spielt Konzert mit zwei Requiems in Hückelhoven

Altodijo präsentiert Requiems : Kammerchor-Konzert mit einer ungewöhnlichen Premiere

Die Sänger von Altodijo präsentieren zwei Requiems am 9. November. Dabei wird eine extra für das Ensemble gewidmete Komposition des Pianisten Thomas Hansen zu hören sein.

Der Hückelhovener Kammerchor Altodijo führt im November in der katholischen Kirche St. Leonhard Hilfarth zwei Requiems auf. Eine Komposition stammt von Gabriel Urbain Fauré. Die andere kommt vom Hückelhovener Thomas Hansen, der sein erstes sakrales Werk dem Chor widmet, das bei dem Konzert unter der Leitung von Johannes Fell uraufgeführt wird.

Das Werk hat Hansen im vergangenen Jahr geschaffen und er widmete es dem Chor für die langjährige Freundschaft und tiefe Verbundenheit. Im Requiem Op. 4 vertont Hansen die Liturgie der katholischen Totenmesse. Geschrieben ist die Komposition für ein kleines Kammerensemble  – dem Chor wird ein Bariton-Solo und Klavier zur Seite gestellt. Klassisch-romantische Elemente haben das Stück geprägt, ebenso finden sich Einflüsse moderner Musik und Elemente mit Filmmusik- und Effektcharakter.

Anfangs zeigt sich das Stück mit einer düsteren Grundstimmung und wandelt sich nach und nach zu einem Werk mit einer optimistischen, lebhaften und teilweise euphorischen musikalischen Darstellung. Hansen betont somit die bunten und funkelnden Facetten des Lebens, die es trotz tiefer Trauer geben darf. So schließt das Werk mit großer Energie und gibt ein versöhnliches Ende eines schwierigen Verarbeitungsprozesses frei.

Thomas Hansen wurde 1987 geboren und wuchs in Hückelhoven auf. Nach dem Abitur studierte er Wirtschaftsingenieurwesen an der RWTH Aachen. Seine musikalische Laufbahn begann er als Autodidakt und erhielt später Musikunterricht an diversen öffentlichen und privaten Musikschulen. Seit einigen Jahren widmet er sich intensiv der Komposition und ist zudem als Chorleiter aktiv.

Seit 2013 arbeitet er als Pianist mit dem Kammerchor Altodijo zusammen.

Neben dem Hansen-Requiem präsentieren die Sänger zudem eine Komposition des Franzosen Gabriel Urbain Fauré. Mit dem Requiem Op. 48 von 1887. Faurés Requiem weicht von der traditionellen Totenmesse ab. Ihm war es ein Anliegen, ein friedvolles Bild des Todes zu zeichnen. An vielen Stellen gleiten Moll-Klänge in stimmungsvolle Dur-Akkorde und lassen tröstend das Himmelreich erahnen. Altodijo präsentiert das Werk in einer Fassung für Chor, Sopran, Bariton, Orgel und Violine.

Der französische Komponist Gabriel Urbain Fauré wurde 1845 im französischen Pamiers geboren. Mit neun Jahren wurde er in Paris an Louis Niedermeyers Schule für Kirchenmusik aufgenommen. 1871 war er Gründungsmitglied der Société Nationale de Musique.

Mit 58 Jahren setzte ein Gehörleiden bei ihm ein, welches zur völligen Ertaubung führte, was ihn aber nicht daran hinderte, weiterhin zu komponieren.

Beide Requiems führt der Kammerchor Altodijo am 9. November ab 18 Uhr in der Hilfarther Kirche St. Leonhard auf. Die Gruppe gründete sich 2009 in Hückelhoven und widmet sich seitdem vor allem der Interpretation von A-cappella-Werken.

Die 16 Sänger begeben sich zur Feier ihreres zehnjährigen Bestehens auf ihnen bis dato unbekanntes Terrain und übernehmen erstmals auf Wunsch von Thomas Hansen seine für den Chor geschaffene Komposition.

Der Eintrittspreis für das Konzert mit der großen Premiere beträgt je nach Kategorie 16, 19 oder 22 Euro. Karten können gekauft werden im Schreibwarenladen A. Lengersdorf-Gatzos in Hückelhoven, in der Buchhandlung Wild in Hückelhoven und Erkelenz sowie bei Bürobedarf Viehausen in Erkelenz.