Jugendvorspiel des Musikvereins Waldenrath

Jugendvorspiel des Musikvereins Waldenrath: Mit reichlich Rhythmus und Gefühl

Seit 2003 hat der Musikernachwuchs des Musikvereins Waldenrath die Möglichkeit, im Advent auf der Bühne zu stehen, um sein Können der interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren.

In seinen Begrüßungsworten gab Vereinsvorsitzender Sebastian von Birgelen seiner Freude darüber Ausdruck, dass so viele Eltern, Verwandte und Freunde im Probesaal der Begegnungsstätte die Gelegenheit nutzen, sich ein Bild vom Ausbildungsstand der 34 Zöglinge zu machen. Er bedankte sich bei den Ausbildern und Lehrern für die vorbildliche Jugendarbeit, die beim Musikverein Waldenrath geleistet wird, und wünschte den Zöglingen viel Erfolg bei ihren Vorträgen.

Josef Welfens moderierte locker und informativ das Jugendvorspiel, das mit dem Auftritt der Kinder der musikalischen Früherziehung begann. Mit ihrer Ausbilderin Jeannette Welfens präsentierten Leo Rademakers, Paul Mevißen, Vincent Spielkamp, Klara Mertens, Timo Vossenkaul, Lorena Jansen, Mila Nobis und Leni Käsmacher die Klanggeschichte „Peter und der Wolf“ nach einem musikalischen Märchen von Sergej Prokofjew. Dabei setzten sie wirkungsvoll die verschiedensten Instrumente ein, die dann den Märchenfiguren tonlich zugeordnet wurden. So zeigten die Jüngsten dem begeisterten Publikum ein angstfreies, konzentriertes rhythmisches Musizieren, zusammen mit viel guter Laune.

Was die Flötengruppe mit Cornelius Rongen, Lena Heinrichs, Anna Mevissen, Ida Mertens, Mika Küppers und Luis Pöttgens zu leisten vermag, zeigte sie mit zwei kleineren zwei- und dreistimmigen Vortragsstücken. Nicht nur Ausbilder Josef Welfens freute sich über den sehr gelungenen Vortrag der Flötengruppe, sondern auch die Zuhörer spendeten reichlich Applaus.

Viele unterschiedliche Stücke – Klassiker, Lieder und Modernes – wurden dann geboten von den Jungmusikern, die schon in der Instrumentenausbildung sind. Jeder einzelne Vortrag hatte seinen besonderen Charme, und schon die Jüngsten, die gerade mal seit September am Instrument ausgebildet werden, meisterten ihre Vorträge mit Rhythmus, Treffsicherheit und Tonbildung. Das waren: Mia Rademakers (Querflöte, Lehrer K. Schlebusch), Tim Heinrichs (Posaune, Lehrer Heinz Gotzen), Anton Heinrichs (Kornett), Leon Cremer (Kornett) und Matthis Laumen (Waldhorn), alle drei mit Lehrer Toni Hilgers, und Laurenz von Birgelen (Schlagzeug, Lehrer Vincent Laurs).

„Es bleibt wichtig“ erläuterte Moderator Josef Welfens, dass die Jungmusiker frühestmöglich auch Konzerte spielen dürfen. Das betreffe nicht nur routinierte Abläufe, sondern es verhindere zunehmend auch das Lampenfieber. Ein Anliegen aller Lehrer sei es, dass man die Freude am Musizieren weiterhin mitnehmen kann. Lars Philippen mit dem Schlagzeug (Ausbilder Vincent Lauers), Lisa Bohnen und Alina Jansen mit der Klarinette (Ausbilder Christoph Gottschalk) und Luisa Nobis und Lucia von Birgelen mit der Oboe (Lehrer Marga Jansen) spielten routiniert und überzeugend ihre Vorträge. Jan Herzog mit der Posaune (Ausbilder Werner Kloubert) hatte im Duett mit Jakob Welfens seinen ersten erfolgreichen Auftritt, seit er vom Euphonium zur Zugposaune gewechselt hat. Die Klarinettistinnen, die alle bei Josef Welfens in der Ausbildung sind, trugen in zwei Gruppen Solostücke, Terzette und ein Quartett vor. Pia Käsmacher, Clara Wilhelm, und Hanna Willms (zusätzlich im Quartett mit Hanna Seekircher) musizierten ansprechend, schwungvoll und mit ausgeprägtem Sinn für markante Rhythmen.

Mit Spielfreude, Leidenschaft und Engagement spielten Patricia Schlebusch, Hanna Seekircher und Paula Wilhelm ihre Solostücke. Die abschließend gespielten zwei Terzette wurden so zu einem wunderbaren Schluss eines überaus erfolgreichen und schönen Jugendvorspiels.

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