Jugendtag des Fußballkreises Heinsberg

Futsal-Regeln bei den Hallenkreismeisterschaften : Konrad Bohnen startet in seine letzte Amtszeit

Konrad Bohnen geht die letzten drei Jahre als Vorsitzender des Jugendausschusses im Fußballkreis Heinsberg an. Das kündigte der einstimmig Wiedergewählte im Schlusswort des Kreisjugendtags im Bürgertreff in Waldfeucht an.

Bohnen war noch einmal angetreten, „weil es eine harmonische Zusammenarbeit im Kreisjugendausschuss ist“. Die intakte Mannschaft wurde nur auf einer Position verändert. Thomas Senk, Staffelleiter der A-Junioren, hört aus beruflichen Gründen auf. Neu ins Gremium rückte Daniela Exner (Germania Kückhoven). Die übrigen Beisitzer Lutz Obertüschen, Reinhard Trulley, Stefan Fahl, Markus Muth und Kelly Demming machen weiter. Wiedergewählt wurden auch Roman Achilles (Leiter Spielbetrieb), Rüdiger Köchling (Jugendbildungs- und Schulfußballbeauftragter) und Roland Troschke (Mädchenspielbeauftragter). Als Vertreter der jungen Generation rückten Björn Achilles und Julia Fahl ins Gremium.

Seit 1979 ist Helmut Holländer Vorsitzender der ehemaligen Jugendspruchkammer und des jetzigen Jugendsportgerichts – zunächst im Altkreis Geilenkirchen, seit 2001 im Kreis Heinsberg. Durch eine Satzungsänderung war die Anzahl der Beisitzer auf vier reduziert worden. Matthias Graab kandidierte nicht mehr. Wiedergewählt wurden Sascha Koch, Dieter Damberg, Achim Peters und Stefan Waldhaus. Einen jugendlichen Beisitzer will man zu gegebener Zeit berufen.

Waren die „Regularien“ zügig abgewickelt worden, sorgte ein Antrag von Germania Teveren für reichlich Diskussionsstoff. Die Teverener wollten die Endrunde der Hallenfußball-Kreismeisterschaften als Futsal-Turnier durchführen. „Dann müssen auch die Vorrunden nach Futsal-Regeln gespielt werden“, warf Helmut Holländer ein. Die Vorrunden sind aber nicht in der Obhut des Kreisjugendausschusses, sondern werden unter der Regie der Stadtsportverbände oder der Vereine gespielt. „Unterstützung“ für den Antragsteller kam von den Vertretern des Verbandsjugendausschusses. „Alle Turniere des FVM werden nach Futsal-Regeln gespielt, es ist angenehmer“, warb Klaus Degenhardt. Auf den Einwand hin, dass einige Hallen dafür nicht geeignet sind, sagte Rudi Rheinstädtler, Vorsitzender des Verbandsjugendausschusses: „Wenn es Probleme mit der Halle geben sollte, wenden Sie sich an den Verband oder den Kreis“. Man werde Lösungen finden. Und der neue Vorsitzende des Kreisschiedsrichterausschusses, Jürgen Eitel, berichtete von positiven Erfahrung, die er im Saarland mit Futsal gesammelt hatte. „Futsal ist die Zukunft des Hallenfußballs“, sagte er. Konrad Bohnen schlug vor, sich in den Vereinsjugendabteilungen mit den Trainern auszutauschen und dann die Ergebnisse mitzuteilen. Doch die Delegierten aus den Vereinen wollten eine Abstimmung vor Ort. Am Ende gab es 82 Stimmen für Futsal bei der Hallenmeisterschaft, 34 Gegenstimmen und 16 Enthaltungen. Die Umsetzung wird es dann im Januar 2020 geben.

Rudi Rheinstädtler präsentierte einige Überlegungen und Pläne aus dem Verbandsjugendausschuss. So will man Austausch und Kommunikation intensivieren. Man möchte, dass sich die kompletten Kreisjugendausschüsse und der Verbandsjugendausschuss treffen. Die Kreisjugenddialoge hatten auch zu einem besseren Verständnis der Probleme geführt. In Sachen Torhöhe-Struktur bei den F-Junioren sei das Projekt erfolgreich. „Die Umsetzung ist aber noch zu teuer“, sagte Rheinstädtler, der auf Sponsoren hofft. Einen Punkt aus den Dialogen hatte man aufgegriffen. Zum Thema Spielgemeinschaften wird es eine Modifizierung geben. „Wir werden es ausarbeiten“, kündigte er eine Änderung zur neuen Saison an.

Kreisjugendobmann Konrad Bohnen (r.) würdigte beim Kreisjugendtag verdienstvolle Vereinsvertreter für ihren Einsatz. Foto: Heinz Eschweiler

Beim Schulfußball kämen noch zu wenig Kinder in die Vereine. „Der Verband will die Vereine unterstützen“, sagte Rheinstädtler. Darum werden sich regionale Mitarbeiter kümmern. Drei Projekte aus dem Kreis Heinsberg seien gut gelaufen. Rheinstädtler nannte die Modifizierung des Bambini-Spielbetriebs. 14 Junior-Coaches wurden ausgebildet. „Das sind die meisten im Verband“. 2016 ist die Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule Hückelhoven als weitere Kooperationsschule hinzugekommen.

Der Verbandsjugendtag am 11. Mai steht unter dem Motto „Einfach Fußball“. Es gelte das Credo, dass Änderungen dazu führen sollen, Fußball einfacher zu machen. Auch für Kinder soll es einfacher werden, an den Fußball herangeführt zu werden. Mit kleinen Spielfeldern anfangen, ist eine Form. Man wolle die Kinder dauerhaft beim Fußball halten.

(sie)
Mehr von Aachener Zeitung