Erkelenz: Jugendhilfeausschuss-Bilanz nach Karneval: 16 Alkoholvergiftungen

Erkelenz: Jugendhilfeausschuss-Bilanz nach Karneval: 16 Alkoholvergiftungen

16 Jugendliche mussten über Karneval mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Das teilte der Jugendhilfeausschuss in seiner Bilanz mit. Die Jugendlichen werden vom Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) nun gezielt zu Aufklärungsgesprächen besucht.

Das Glasverbot auf dem Johannismarkt und der Einsatz von Promille-Scouts an Altweiber zeigten Wirkung, wie der Erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen im Jugendhilfeausschuss bilanzierte.

Trotz des Regens hatte sich Anfang Februar wieder viele Jugendliche zum Feiern auf dem abgesperrten Areal eingefunden, wobei sie Einlasskontrollen passieren mussten. Trotzdem seien viele der Jugendlichen stark alkoholisiert gewesen, erklärte er. Darüber hinaus seien in diesem Jahr mehr Jugendliche unter 16 Jahren vor Ort gewesen.

An der Leonhardskapelle informierte die Arbeitsgruppe Jugendschutz im Kreis Heinsberg wieder über die Gefahren des Alkoholkonsums. Die große rauch- und alkoholfreie Altweiberdisco für Jugendliche ab zwölf Jahren in der Erka-Halle konnte mit 310 Teilnehmern eine Steigerung von 50 gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Alkoholbedingte Zwischenfälle konnten dort nicht verzeichnet werden.

Über die Karnevalstage von Altweiber bis Rosenmontag mussten indes 16 Jugendliche mit einer Alkoholintoxikation ins Hermann-Josef-Krankenhaus eingeliefert werden. Im vorigen Jahr waren es 14. Die Jugendlichen stammten aus dem gesamten Kreisgebiet und Mönchengladbach, wie Gotzen berichtete. Für sie und ihre Eltern wird das ein Nachspiel haben, denn der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) wird sie gezielt zu Aufklärungsgesprächen aufsuchen. Insgesamt zeigte sich Gotzen zufrieden mit den Maßnahmen.

(hewi)
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