Selfkant: Jugendarbeit stärker unterstützen: Neue Wege der Vereinsförderung

Selfkant: Jugendarbeit stärker unterstützen: Neue Wege der Vereinsförderung

Die Vereinsförderung der Gemeinde Selfkant könnte demnächst reformiert werden. Die Fraktionen im Ausschuss für Wirtschaftsentwicklung, Tourismus, Partnerschaft und Kultur einigten sich in der jüngsten Sitzung darauf, sich untereinander auf ein neues Förderkonzept zu verständigen.

Die Oppositionsfraktionen fordern schon seit längerer Zeit, die Fördervorgaben der Gemeinde zu überarbeiten. Diesmal stimmte auch die CDU interfraktionellen Gesprächen zu: Man könne sich vorstellen, die Richtlinien anzupassen, hieß es von der Union.

Gottfried Engendahl, Pro Selfkant, brachte seine Kritik an den bisherigen Richtlinien noch einmal auf den Punkt: „Wenige Vereine profitieren. Die stellen fast jedes Jahr einen Antrag und bekommen immer Geld. Das ist ein Selbstbedienungstopf für Vereine“, sagte er. Er stellte auch die Frage, ob die anderen Vereine keine Zuschüsse nötig hätten.

Geht es nach dem Willen der Oppositionsfraktionen, dann soll die Jugendarbeit das entscheidende Kriterium bei der Vereinsförderung werden. „Wir wollen das Gießkannenprinzip abschaffen“, sagte Anton Meiers, SPD. Fördergelder sollten demnach direkt in die Jugendarbeit fließen. Karl Busch, FDP, sagte: „Die Vereinsförderung soll da ansetzen, wo etwas für Jugendliche getan wird. Vereine ohne Jugendliche können auf Dauer nicht funktionieren“, betont er.

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