Jubiläumskonzert: Fast 100 Musiker stehen auf der Bühne

„Pop & Symphonie“ : Fast 100 Musiker stehen auf der Bühne

Fast 100 Musiker auf der Bühne und fast 800 Zuschauer in zwei Konzerten sind die beeindruckenden Eckdaten der zweiten Auflage von „Pop & Symphonie“ im Forum der Betty-Reis-Gesamtschule. Zugleich präsentierte sich die Kreismusikschule damit anlässlich ihres 50-jähriges Bestehens.

„Wir feiern uns mit diesem Konzert selber und werden hierbei durch das gemeinsame Musizieren mit Beets´n´Berries und Quod Libet beschenkt“, betonte Schulleiterin Gerda Mercks dann auch in ihrer Begrüßung. Die beiden Bands hätten nach der Premiere im vorigen Jahr spontan die Idee gehabt, für das Jubiläum der Musikschule eine Neuauflage zu starten. Und auch das Collegium Musicum der Anton-Heinen-Volkshochschule sei gerne bereit gewesen, Teil des großen Sinfonieorchesters zu werden.

1969 habe der Unterricht mit 687 Kindern in der musikalischen Grundausbildung begonnen, blickte sie auf die Geschichte der Kreismusikschule zurück. In den folgenden Jahren sei das Angebot auf Instrumentalunterricht und Ensembles ausgeweitet worden. „Grob geschätzt haben in den 50 Jahren seit 1969 rund 100.000 Schülerinnen und Schüler Musikschulunterricht erhalten“, erklärte sie. Das Orchester habe dabei schon sehr früh eine wichtige Rolle eingenommen. „1973, vier Jahre nach der Gründung der Kreismusikschule, fing es zunächst mit einem reinen Streichorchester an und hat sich im Laufe der Jahre zum Sinfonieorchester und zu einem Aushängeschild unserer Musikschule entwickelt.“

Großen Anteil daran habe Ernst Frissen gehabt, der Ende vergangenen Jahres plötzlich gestorben sei. Er hat es immer verstanden, unser Sinfonieorchester zu motivieren und zu tollen Leistungen zu führen. „Die Premiere von Pop & Symphonie im letzten Jahr wäre ohne seine Begeisterung nicht möglich gewesen“, betonte die Schulleiterin. „Wir möchten ihm dieses Konzert widmen. Ich bin sicher, er wäre stolz auf sein Orchester und würde seinem Kollegen Wim Brils anerkennend auf die Schulter klopfen.“

Brils, der auch die Arrangements fürs Orchester geschrieben hatte, oblag dann die Gesamtleitung des Konzerts, das mit „Carmen Entreacts 1“ vom Sinfonieorchester eröffnet wurde. Und gleich danach ging´s kontrastreich weiter mit Beets´n´Berries und Shallow von Lady Gaga. Wunderbar gelang das weitere Zusammenspiel von Orchester und Band etwa bei „The living Years“ von Paul Carrack.

Wieder allein präsentierte das Orchester das Adagio aus „Spartacus“ von Aram Khatschaturian. Gemeinsam musizierten Orchester und Band dann mit „Toss the Teathers“ von The Corrs und Morgengrauen von Black Metal, bevor das Orchester die Zuschauer mit dem Toreador-Marsch von Georges Bizet in die Pause entließ. Danach präsentierte es die Eröffnungsfanfare aus „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss und Themen aus der „Sinfonie aus der Neuen Welt“ von Antonin Dvorák. Dem „Solo“ von Qud Libet mit „I won´t hold you back“ von Toto folgte die gemeinsame Darbietung dreier Stücke von Ronan Hardiman: „Lord of the Dance“, „Highland“ und „Irish Boy Trilogy“. Das Orchester spielte „Les Miserables“ von Claude Schönberg, Beets´n´Berries stiegen noch einmal ein mit „I will wait“ von Mumfort & Sons. Gemeinsam boten Orchester und Band dem begeisterten Publikum im Finale „Wovon sollen wir träumen“ von Frida Gold und „Ride like the Wind“ von Christopher Cross.

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