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Pflanzaktion in Waldfeucht: „Jeder Baum zählt“

Pflanzaktion in Waldfeucht : „Jeder Baum zählt“

Gummistiefel, Arbeitshose, feste Handschuhe: Den Herren war anzusehen, dass sie etwas vorhatten, und zwar etwas Handfestes. Mit von der Partie waren am Wochenende Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen und weitere Naturfreunde des Nabu-Selfkant als es darum ging, am Friedhofsgelände in Waldfeucht-Haaren die Wurzeln von 17 einheimischen Bäumen in die Erde zu setzen.

Die Idee zu dem Projekt „Bürgerwald“ hatte Naturfreund Hermann Nagel. Jetzt wurde sie im Rahmen des Förderprogramms der Westzipfelregion Vital-NRW mit dem Nabu-Selfkant als Partner umgesetzt. Die Kosten werden geteilt, die Mittel des Nabu stammen dabei aus den Einnahmen der Spenden-Fahrradtour nach Marrakesch. Nabu-Vorsitzender Hubert Hostenbach begrüßte die Naturfreunde zur Baumpflanzaktion.

Der Bürgerwald vereine Maßnahmen gegen den Klimawandel mit landschaftlicher Qualitätsentwicklung und dem Ausbau der Möglichkeiten zur Naherholung, heißt es in der Projektbeschreibung. Das Grundstück am „Alter Klauser Kirchweg“ hat die Gemeinde Waldfeucht zur Verfügung gestellt. Bei der Auswahl der Baumarten wurden mit Blick auf den Klimawandel überwiegenden trockenresistente Arten ausgesucht.

Neben den heimischen Laubbäumen, die jetzt gesetzt, festgebunden und angegossen wurden, wird im Frühjahr außerdem ein zwei Meter breiter Blühsteifen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt angelegt. Eine weitere Idee ist, Baumbänke als Ruhezonen zu installieren, die zum Verweilen einladen.

Mit dieser ersten Baumpflanzaktion am Haarener Friedhof möchte der Nabu-Selfkant sowie auch die Gemeinde Waldfeucht Bürgerinnen und Bürger jeden Alters, Schulen, Kindergärten oder Vereine animieren, Bäume zu pflanzen. „Schulklassen könnten einen Baum pflanzen wie auch Eheleute zur Hochzeit.“ Hubert Hostenbach vom Nabu kann sich viele gute Anlässe vorstellen, bei denen ein Baum gepflanzt werden könnte. Die Notwendigkeit von Bäumen als sauerstoffproduzierende Kohlenstoffspeicher; als Nistplätze, Nahrung, Lebensrau für Tiere und „Grüne Lunge“ von Dörfern und Städten ließ er auch nicht unerwähnt.

„Bürger pflanzen einen Wald – Bäume für die Welt – jeder Baum zählt“, so lautet die Vision der Gemeinde und des Nabu-Selfkant. Wo und wie weitere Bäume gepflanzt werden können, erfahren Interessierte bei Hermann Nagel, 02455/4990455, bei der Gemeindeverwaltung Waldfeucht sowie dem Nabu-Selfkant.