Erkelenz-Immerath (neu): „Jeckelenz“-Bühne soll keine Resterampe sein

Erkelenz-Immerath (neu): „Jeckelenz“-Bühne soll keine Resterampe sein

Nachdem die alternative Sitzung Stunk sich in Erkelenz zum Dauerbrenner entwickelt hat, wenden sich die Kulturmacher der Kulturgarten GmbH erstmals dem klassischen Karneval zu. Zusammen mit den Immeroder Seckschürgern präsentieren sie am 27. Januar im neuen Immerather Kaisersaal „Jeckelenz“, die Damensitzung.

Den Immerather Karnevalisten kam die Idee von Sabrina und Linda Zumborn gerade recht, wie Arno Lemmen betont. „Eine Damensitzung fehlte uns bisher immer“, sagte er bei der Vorstellung des neuen Projekts im Kaisersaal. „Da bringen wir uns doch gerne ein.“ Zumal neben den elf Rätinnen auch Raphael Meyersieck vom Kulturgarten seine Finger mit im Spiel hat. Auch er betonte, dass eine Damensitzung für ihn eine Herausforderung sei. Denn natürlich solle es keine Veranstaltung nach dem herkömmlichen Muster werden.

Eine solche brachte die Schwestern ja auch auf die Idee. Sie waren mit den ehemaligen Kolleginnen aus der Tanzgarde auf einer Damensitzung, und was sie da sahen, gefiel ihnen nicht. „Da haben wir gedacht, das können wir besser“, erinnert sich Sabrina Zumborn. Schnell hatte sie ihre Ex-Kolleginnen aus der Tanzgarde überzeugt, als Elferrat mitzumachen. Mit dem Kaisersaal in Immerath (neu) haben sie zudem noch eine moderne Veranstaltungshalle in einer ordentlichen Größe, erklärten sie einhellig beim Ortstermin.

Was die „Jeckelenzer Mädche“ unter einen ordentlichen Damensitzung verstehen, brachte Lisa Kremer auf den Punkt. Es werde sicher keine „Hausfrauensitzung im herkömmlichen Sinne“. Trotzdem wollen die Macherinnen und Raphael Meyersieck qualitativ keine Kompromisse eingehen. Die Künstler stammen zum Teil aus dem Kölner Karneval und vertreten auch eher den jungen Kölner Humor. „Die stammen nicht von der Resterampe“, meint Meyersieck. Ebenfalls nicht von dort ist das Katzemer Herrenballett, das ebenfalls eine Teilnahme zugesagt hat. Bei der Tanzerfahrung des weiblichen Elferrates kann der ja zur Not auch in die Bresche springen. Gelernt ist schließlich gelernt.

Auch für eine adäquate Bewirtung der Gäste soll gesorgt sein. „Wir werden alles haben, was die weibliche Leber begehrt“, betonte Meyersieck. Auf einen Frittenwagen neben der Halle werde jedoch verzichtet. Kulinarisch wollen die Jeckelenzer auch neue Wege gehen.

Wenn die Premiere im Januar ein Erfolg wird, wollen sie auf jeden Fall weitermachen, sagen die Mädchen. Der Name Jeckelenz könne ja auch als Markenname für eine besondere Art von Sitzungen stehen. Zum Beispiel auch Herrensitzungen. Zuerst einmal wollen sie aber die Premiere über die Bühne bekommen. Weitere Infos und Tickets gibt es online.