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Jahrestage der Gemeinde Selfkant werden 2019 nur klein gefeiert

Viele Termine : Kleiner Festakt und Kabarettabend zum Jubiläum

Zu viele Termine: Selfkant feiert 50. Gemeindegeburtstag und 70-jährigen Jahrestag der Auftragsverwaltung nur klein.

Beim Punkt Verschiedenes der Ausschusssitzungen der Gemeinde Selfkant kam Bürgermeister Herbert Corsten ins Grübeln. In diesem Jahr gibt es mehrere wichtige Gedenktage für die Gemeinde: Sie wurde vor 50 Jahren nach der kommunalen Neugliederung 1969 zur Gemeinde Selfkant ernannt und vor 70 Jahre begann die Auftragsverwaltung, denn am 23. April 1949 hatten die Niederländer am Rathaus Tüddern die niederländische Fahne gehisst, aber es war schwierig, einen Termin zum Feiern zu finden.

„In diesem Jahr kann kein größeres Fest stattfinden, es stehen viele Events an“, verkündete Corsten. Als einzigen verbliebenen Termin im vollen Kalender nannte er Sonntag, 21. Juli. Abends um 19 Uhr soll in der Westzipfelhalle Tüddern ein kleiner Festakt stattfinden und anschließend ist ein Kabarettabend zu den Jubiläen geplant.

Heinz-Josef Dahlmanns aus Havert wandte ein, dass an ebendiesem Wochenende die traditionelle Odilia-Kirmes in Havert gefeiert werden soll. Das werde für Verärgerung im Ort sorgen, prophezeite er. „Es war nichts anderes frei“, sagte Corsten – und verkündete gleich einen weiteren Termin. Im kommenden Jahr, also 2020, soll in Saeffelen am 21. und 23. August ein großes Bürger- und Vereinsfest stattfinden. Auch dieses Datum sorgte für Unmut, denn am selben Wochenende findet im Nachbarort Breberen das Dekanatsschützenfest statt. Die Pläne für die Kölsche Nacht am Freitag sind bereits weit fortgeschritten, Verträge wurden unterschrieben. Ein Raunen im Zuschauerraum. Beim Hinausgehen hieß es: „Man nennt sich „Der Selfkant“, aber die Termine in Gangelt werden nicht berücksichtigt.“

Zwar gingen einige Ratsmitglieder am Ende dieses Abends missgestimmt nach Hause, doch zuvor waren sie in gleich drei Ausschusssitzungen aktiv und in großen Teilen auch einig. Den Anfang machte der Ausschuss für Wirtschaftsentwicklung, Tourismus, Partnerschaft und Kultur. Hier stand die Ehrenamtsordnung und der Ehrenamtspreis auf der Tagesordnung, und an diesem Punkt herrschte fraktionsübergreifende Einigkeit. Und so wurde ein Antrag auf Gewährung einer Zuwendung aus dem Baufonds für die Abteilungen des TC Freizeitspaß Höngen mit Billard, Dart und Badminton bewilligt. Außerdem wurden die „Soefelder Kids“ in das Vereinsregister aufgenommen und erhalten damit jährlich Vereinsbeihilfe.

In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses wurde die Rekultivierung des Hohlwegs in Hillensberg über das Förderprogramm Vital-NRW auf den Weg gebracht. „Die Natur wird uns dankbar sein“, waren sich alle Ausschussmitglieder einig.

In der Ausschusssitzung Verkehr, Bau und Umwelt wurde unter anderem die Änderung des Flächennutzungsplanes für den integrativen Sportpark Höngen einstimmig beschlossen und der Bürgermeister beauftragt, das Bebauungsplanverfahren einzuleiten. Vor Ort laufen derzeit archäologische Arbeiten, nach deren Abschluss alle auf den Spatenstich hoffen.

Auch die Entwicklung des alten Sportplatzes Heilder war ein Thema. Hier wurde der Flächennutzungsplan angepasst, die Fläche ist jetzt als Mischgebiet ausgewiesen. Hier sollen drei Wohneinheiten und ein Geschäftshaus entstehen.