Jahreskonzert des Instrumentalvereins Hilfarth

Instrumentalverein Hilfarth : Zuhörer genießen Klänge und Atmosphäre

Zum zweiten Mal veranstaltete der Instrumentalverein Hilfarth in lockerer Runde sein Jahreskonzert bei Kaffee und Kuchen. Der Saal Sodekamp-Dohmen war wieder sehr gut besucht, und die Konzertbesucher genossen nicht nur die abwechslungsreichen Klänge des Instrumentalvereins, sondern auch die gesellige Atmosphäre.

Zur entspannten Stimmung dieses Jahreskonzertes trug schon die Sitzordnung des Orchesters bei. Nicht abseits auf der Bühne, sondern mitten im Publikum hatten die Musiker sich im Halbkreis um ihren Dirigenten Klaus Schafferhans positioniert. „Querbeet“ lautete das Konzertmotto, das den Zuhörern die ganze Bandbreite des Repertoires des Instrumentalvereins Hilfarth präsentierte.

Alle Genres wurden bedient. Traditionelle Polkas, Walzer oder konzertante Musical-Stücke mit Jazz-Charakter wurden dem Publikum gekonnt dargeboten. Es war das zweite Jahreskonzert, das unter der Leitung von Klaus Schafferhans gespielt wurde. 27 Musiker, darunter fünf Aushilfen an der Trompete, am Schlagzeug, Saxophon und Bariton, bei denen sich das Orchester herzlich bedankte, bildeten einen homogenen Klangkörper, der sich jeder musikalischen Herausforderung gewachsen zeigte und sich sehr gut in den verschiedenen Musikstilen zurecht fand. Es zeigte sich, dass die sechs Monate Vorbereitungszeit und das dreitägige Probenwochenende im Oktober, das den letzten Feinschliff an den Konzertstücken lieferte, Früchte getragen hatten, die die Zuhörer nun genießen durften.

Das Jahreskonzert eröffneten die jüngsten Musiker des Instrumentalvereins Hilfarth. Neun Kinder spielen derzeit im Kinderorchester unter der Leitung von Jugendleiterin Britta Hansen. Sie sammeln erste Erfahrungen mit dem Instrument, das sie erlernen, und im Zusammenspiel mit den anderen Mitgliedern des Kinderorchesters. Mit den drei Stücken „Celebration“, „Batman Theme“ und „Imperial March“ bestanden die jungen Musiker ihre Feuertaufe vor großem Publikum bestens und wurden mit viel Beifall bedacht.

Durch das Programm des großen Orchesters führte Moderator Rolf Eßer, der die lockere Atmosphäre durch seine Art der Moderation unterstrich. Eßer verzichtete auf das Ablesen von tiefsinnigen Infos über Komponist und Stück und berichtete dem Publikum zwischen den Musikbeiträgen lieber über die außergewöhnliche Spezies des Musikers. Vom Schlagzeuger, der nie erwachsen wird, bis zum ganz tiefen Blech, dem Tubaspieler – von dessen Spezies man zehn brauche um eine Glühbirne einzudrehen, einen der sie rein dreht und neun, die ihm nachher an der Theke dazu gratulieren –, ging Ralf Eßer auf humorvolle Art und Weise das ganze Orchester durch.

Zum Kaffee, so Eßer, serviere das Orchester gerne einen Walzer. Und der kam, wie könnte es anderes sein, von Johann Strauß. Dieses Medley von Walzermelodien wurde ergänzt mit einem abwechslungsreichen Programm, das unter anderem drei schöne Stücke des zeitgenössischen niederländischen Komponisten Jacob de Haan enthielt. „Queen´s Park Medley“, „Sa Musica“ und „Concerto d´amore“ zeigten auf, warum de Haan einer der beliebtesten Komponisten auch bei den Blasorchestern der Region ist. Alleine „Concerto d´amore“ vereinigt Barock-, Pop- und Jazz-Elemente und bietet dem aufführenden Orchester Gelegenheit, seine Qualitäten zu präsentieren.

Der Instrumentalverein Hilfarth wurde mit einem begeisterten Applaus des Publikums für die vielen Probestunden und das tolle Jahreskonzert belohnt.

Geehrt wurden im Rahmen des Konzertnachmittags die „Kreuzpfleger“, die 16 Jahre lang das Gebetskreuz Ecke Breite Straße/Marienstraße gepflegt haben. Im Mai hatten die 17 Mitwirkenden aus gesundheitlichen und Altersgründen ihr Amt niedergelegt.