Wassenberg: Jahresausstellung „Impressionen im Bergfried“ präsentiert

Wassenberg : Jahresausstellung „Impressionen im Bergfried“ präsentiert

Sein zehnjähriges Bestehen feierte der Künstlerstammtisch Wassenberg vor einem Jahr noch am alten Ausstellungsort in den Gängen des Rathauses. Erstmals eröffnete Bürgermeister Manfred Winkens die traditionelle Jahresausstellung nun im Bergfried auf dem Burgberg.

Als Mitglied des Organisationsteams lenkte Katia Inkiova-Kersten in ihrer Einführung bei der Vernissage der Ausstellung „Impressionen im Bergfried“ den Blick auf die große Bandbreite der künstlerischen Umsetzung. Oliver Wessel sorgte für die musikalische Begleitung.

Klassisch bis abstrakt

„Der Künstlerstammtisch Wassenberg ist ein offenes Forum für Künstler mit verschiedenen Kunstrichtungen. Die gezeigten Arbeiten stellen eine bunte Mischung von Werken mit unterschiedlichen Techniken und Materialien dar, die von der klassischen Malerei über abstrakte Darstellung und Plastiken bis zur Glaskunst reichen“, betonte Inkiova-Kersten den Charakter der Ausstellung.

In den Ausstellungsräumen sind zum Teil großformatige Werke von insgesamt 27 Künstlerinnen und Künstler zu sehen. Diese in den neuen Räumen präsentieren zu können, sorge bei den teilnehmenden Künstlern für Begeisterung, so Inkiova-Kersten.

Der Künstlerstammtisch biete die Möglichkeit zum Kennenlernen, Ideenaustausch und Gestalten gemeinsamer Projekte, betonte Inkiova-Kersten. Die Idee zur Gründung habe die im vergangenen Jahr gestorbene Künstlerin Maria Brosch gehabt, ergänzte Dagmar Rosenkranz. In ihrem Blick zurück erinnerte Rosenkranz an die ersten Versuche öffentlicher Ausstellungen.

Gemeinsam mit der Künstlerin Rita Gehlen-Marx sei in der Toreinfahrt des Hauses Heidemann eine Straßenausstellung organisiert worden. Mit Hilfe der Stadtverwaltung und des Kulturfördervereins sei dann ab 2003 der Kunst- und Kulturtag gestartet. Aus dem Gedanken, allen Interessierten eine regelmäßige Gesprächsrunde zu bieten, sei 2006 der Künstlerstammtisch entstanden.

„Man kann sagen, die Stadt Wassenberg verdankt Maria Brosch ihr Image als Kunst- und Kulturstadt“, betonte Dagmar Rosenkranz. Zwei Werke von Maria Brosch sind ebenfalls Teil der aktuellen Ausstellung.

Beim Künstlerstammtisch mitzumachen, sei auch für sie Motivation gewesen, ihr Werk von 2005 öffentlich zu zeigen, bestätigte Brigitte Schneider. Brigitte Bröckels bestärkte die positiven Erfahrungen mit dem Konzept des Künstlerstammtischs Wassenberg.

„Niemand sagt etwas Negatives über die Werke der anderen“, betonte Bröckels. Das sei praktizierter Respekt den anderen gegenüber. Und dennoch finde der Diskurs statt, wenn er gewünscht werde. Das mache das Mitmachen beim Künstlerstammtisch so angenehm, zog sie ein kleines Fazit.

Auf insgesamt 47 Mitglieder ist der Stammtisch mittlerweile gewachsen. Bei der Ausstellung machten davon 27 Teilnehmer mit und zeigten von der Glaskunst über Tonobjekte und Malerei auch Objektkunst wie die von Peter Röttges, der Holzspäne zu einer bildnerischen Aussage komponierte.