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Richtungsstreit in Heinsberg: Ist das Bündnis gegen Rechts auf dem linken Auge blind?

Richtungsstreit in Heinsberg : Ist das Bündnis gegen Rechts auf dem linken Auge blind?

Soll das Bündnis gegen Rechts künftig Extremismus aller Richtungen bekämpfen? Die Debatte darüber hat vor allem FDP-Mann Stefan Lenzen geprägt. Jetzt meldet sich das Bündnis zu Wort.

Das Bündnis gegen Rechtsextremismus und die FDP-Kreistagsfraktion scheinen in einem Richtungsstreit nicht zueinander zu finden. Das Bündnis lehnt einen Vorstoß des FDP-Fraktionsvorsitzenden Stefan Lenzen ab, der fordert, das Bündnis breiter aufzustellen und Extremismus ganzheitlich zu bekämpfen. Das Bündnis steht seit 2009 für einen Kampf gegen rechtsextreme Strömungen und will von dieser Linie auch nicht abweichen.

Das Bündnis sieht die Gefahr für unsere Gesellschaft „eindeutig im rechtsextremen Bereich“ und will seine Arbeit deshalb nicht auf den Kampf gegen Linksextremismus oder andere extremistische Strömungen ausweiten. Lenzen argumentiert, dass er die Arbeit des Bündnisses zwar sehr schätze, dass man aber nicht verkennen dürfe, dass ein Großteil der politisch motivierten Straftaten im Kreis Heinsberg nicht von rechts komme. Von 2019 bis 2022 seien insgesamt 348 politisch motivierte Straftaten im Kreis erfasst worden, davon seien 150 dem rechten Spektrum zuzuordnen.

Ist das Bündnis gegen Rechts also auf dem linken Auge blind? „Da verschließt man ein Auge. Ich verstehe das nicht“, sagt Lenzen.

Ein ausführlicher Bericht folgt.