Hückelhoven: Interkulturelle Woche: Beispielhafte Integration am Gymnasium

Hückelhoven: Interkulturelle Woche: Beispielhafte Integration am Gymnasium

„Merhaba heißt Hallo. Vielfalt, das Beste gegen Einfalt! Wir sind bunt!“ hieß es in der Auftaktveranstaltung zur Interkulturellen Woche im Gymnasium. Ein buntes Programm von Schülern und Lehrern gestaltete die Auftaktfeierlichkeiten für die diesjährigen „Interkulturellen Wochen“.

Hierüber freute sich die Pädagogin am Gymnasium, Birgit Fluhr-Leithoff, besonders. Das Grußwort zum Auftakt hatte der stellvertretende Bürgermeister Dieter Geitner übernommen, der die vielen Gäste der Auftaktveranstaltung mit einem deutlichen „Merhaba“ begrüßte.

Die Bilder der Flucht vieler Menschen seien in den Medien abhanden gekommen. Stattdessen erlebe man Bilder von der Silvesternacht in Köln mit vielen Diffamierungen. In Talkshows würde den Mitgliedern der AfD eine Plattform geboten, Angst und Schrecken zu verbreiten. Dieter Geitner forderte dazu auf, sich eine eigene Meinung zu bilden durch Gespräche mit Flüchtlingen.

Birgit Fluhr-Leithoff attestierte er, sich für die Bildung von Flüchtlingsklassen eingesetzt und so ein gelungenes Beispiel von Integration geschaffen zu haben. Im Verlauf der Auftaktveranstaltung wurde auch ein Wettbewerbsfilm des Hückelhovener Gymnasiums gezeigt, für den der SPD-Bundestagsabgeordnete Norbert Spinrath einen Preis überreichte.

Als Moderatorin der Veranstaltung führte Birgit Fluhr-Leithoff aus, Bilder und Ereignisse der letzten Zeit würden die Flucht vieler Menschen, Krieg und Gewalt auf der einen Seite, aber auch Willkommenskultur und enormes ehrenamtliches Engagement auf der anderen Seite, zeigen. Für das Hückelhovener Gymnasium erwähnte sie konkret den Start und die Bildung einer Internationalen Vorbereitungsklasse, die auch bei der Auftaktveranstaltung zugegen war. Sorgen bereitete ihr der Stimmungswandel in der Bevölkerung nach der Silvesternacht in Köln, und sie überspitzte bewusst mit der Feststellung: „Aus dem Schutz von Flüchtlingen ist der Schutz vor Flüchtlingen geworden.“

Aber die Menschen seien da, und der lange und sicher beschwerliche Weg der Integration fordere die Offenheit und Bereitschaft, sich auf die Menschen aus den Krisen- und Kriegsgebieten einzulassen.

(koe)
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