Interessengemeinschaft freut sich über Erfolg des Handwerker- und Oldtimertreffens

Bauermuseum Tüddern : So viele Besucher wie nie beim Oldtimerfestival

Bereits am Freitagnachmittag deutete sich an, dass das Oldtimer- und Traktorentreffen mit Handwerkermarkt am Bauernmuseum Tüddern ein großes Ding werden würde, denn es ratterte und knatterte schon gewaltig auf den Straßen. Dass das Pfingstfestival am Bauernmuseum nur noch alle zwei Jahre stattfindet, hat seinen Reiz wohl noch gesteigert.

„Wir hatten am Freitagnachmittag gedacht, dass wir uns noch einen schönen Platz aussuchen können“, erzählt Philipp Busch von der Interessengemeinschaft (IG) Oldtimerfreunde Bauermuseum. Und auch die Freunde aus Neuss, die mit ihren Traktoren und zahlreichen Bauwagen angereist waren, hatten die selbe Idee gehabt, aber als sie ankamen: „Da war der Platz schon fast gefüllt“, sagt Busch.

Was sich besonders die IG gewünscht hatte, wurde spätestens am Sonntag Wirklichkeit. „Es ist unglaublich, ich denke, wir sprengen heute alle Rekorde“, sagte Organisator Jörg Borgans von der IG lachend.

Mitte der Woche hatten die Vorbereitungen für das Fest mit der Herstellung des rund vier Hektar großen Außengeländes begonnen. Das Bauernmuseum selbst mit seinen unzähligen Ausstellungsstücken wurde ebenfalls auf Hochglanz poliert.

Nicht nur Landmaschinen konnten am Bauernmuseum bestaunt werden, auch über Motorräder mit etwas Patina konnte gefachsimpelt werden. Foto: Heinz Eschweiler

Als die ersten Besucher am Sonntagmorgen das Gelände betraten, standen sie schon mitten auf dem Handwerkermarkt. Sie konnten die beeindruckende Fingerfertigkeit der Damen am Spinnrad oder beim Klöppeln betrachten, Holzschnitzler Hans Zaunbrecher aus Waldfeucht über die Schulter schauen oder zur Open-Air-Backstube schlendern. Dort fertigten die Backmeister um Chef Martin viele Hunderte Selfkant-Flaa und Selfkant-Brote vor den Augen der Besucher an, um sie anschließend in den bereits vorgeheizten 100-jährigen Steinofen zu schieben.

Und auf den Straßen des Selfkants ratterte und knatterte es am Sonntag weiter, die Oldtimer rollten unentwegt Richtung Tüddern, teilweise gab es auf der Zufahrtsstraße zum Gelände Traktorenstau. Freunde aus dem Moselgebiet rückten mit Traktoren und Wohnwagen an und zahlreiche befreundete Oldtimervereine aus der Region, unter anderem aus Millen und Kirchhoven, waren dabei und man machte es sich zwischen den Traktoren so recht gemütlich.

Oldtimer-Freunde aus Kirchhoven hatten Grill und Grillmeister dabei und machten es sich gemütlich. Foto: Heinz Eschweiler

Am unteren Ausstellungsgelände tuckerten derweil die Motoren, denn hier versuchten einige Traktoren-Lenker, dicke Baumstämme übers Feld zu ziehen – ein sehr beliebtes Spektakel für die Zuschauer.

Der besondere Reiz des Tüdderner Oldtimerfestivals ist das ständige An- und Abfahren der Fahrzeuge. Nicht nur Traktoren konnten die Besucher, die es sich in der Cafeteria bequem gemacht hatten, bestaunen, sondern auch Motorräder, legendäre VW-Busse, Ford-Fahrzeuge aus den ersten Tagen der Pkw-Ära, Feuerwehrfahrzeuge mit Nostalgie und, und, und . . .

Hans Zaunbrecher bei der Arbeit an seinen Skulpturen. Foto: Heinz Eschweiler
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