Integrative AWO-Kita in Wassenberg feiert 25-jähriges Bestehen

25-jähriges Bestehen: Sternstunden und harte Arbeit in der AWO-Kita

Wo sonst am Morgen Ruhe herrschte, war diesmal rege Geschäftigkeit zu verzeichnen. Die integrative AWO-Kindertagesstätte Wassenberg, Breiter Weg, feierte ihr 25-jähriges Bestehen.

Kita-Leiterin Monika Krumrey und ihr Team hatten zur Jubiläumsfeier eingeladen. Ein von den Kindern vorgetragenes musikalisches Programm unterhielt die Gäste aus Politik, AWO-Vorstand, Förderverein und die Vertreter der Kooperationspartner.

„Aktuell besteht die Kita aus drei Gruppen mit 14 Mitarbeiterinnen und insgesamt 64 Kindern, davon 34 ganztägig betreute“, beschrieb die Leiterin Monika Krumrey die Größenordnung ihrer Einrichtung, die sie seit 1996 leitet. Zuvor hatten die Kinder singend die Begrüßung vorgetragen: „Herzlich willkommen, schönen Dank, dass ihr da seid. Wir haben uns so auf euch gefreut.“ 25 Jahre Kita, das seien 100.000 Situationen, die geprägt seien von Bildungsprozessen mit Sternstunden aber auch viel harter Arbeit, in denen Veränderung zu bewältigen und Beständigkeit zu gewährleisten seien, betonte Krumrey. Das alles gelinge nur in der Zusammenarbeit von Team, Eltern, Elternvertretern und den Partnerschaften mit den an der Integration beteiligten Fachkräften.

„Danke für das Vertrauen“

Der Vorsitzende des Arbeiterwohlfahrt-Kreisverbandes Heinsberg, Bernd Reibel, sagte: „Dank an alle dafür, dass Sie dieser Kita das Vertrauen schenken.“ Dafür würden an diesem Ort der Gemeinsamkeit die Mitarbeiterinnen mit jeder Menge Sozialkompetenz sorgen. In seinem Grußwort betonte Bürgermeister Manfred Winkens die Wichtigkeit der „weichen Standortfaktoren“ – wie den Kindergärten, den Schulen und den Vereinen – für die Stadt Wassenberg. Die AWO-Kita leiste dazu einen tollen Beitrag. Passend dazu brachten die Kinder das Lied „Wer will fleißige Handwerker sehen“.

Die Fachbereichsleiterin für Kinder- und Jugendhilfe beim AWO-Kreisverband Heinsberg, Ulla Sevenich-Mattar, warf einen Blick zurück auf die Anfänge vor 25 Jahren. In nur wenigen Monaten Bauzeit konnte die Kita am 1. Dezember 1992 starten. Mit der integrierten Kindertagesstätte sei der Integrations- und Inklusionsgedanke schon seit der Eröffnung verwirklicht worden. In der Integrationsgruppe von insgesamt 15 Kindern seien fünf Kinder mit besonderem Hilfebedarf integriert worden. Zudem sei die Ganztagsbetreuung konzeptioneller Schwerpunkt gewesen, um dem rasant sich ändernden Bedarf der Familien schon 1992 gerecht werden zu können.

Bildungsanspruch hat sich in den vergangenen Jahren geändert

In den vergangenen 25 Jahren habe sich nicht nur der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz geändert, sondern auch der Bildungsanspruch. Heute sei der Bedarf für die ganztägige Betreuung von den Einjährigen bis zu den Sechsjährigen abzudecken. Mittels ständiger Fortbildung der Teams, mit dem Einsatz ausgebildeter Fachkräfte der Kinder- und Heilpädagogik und mit der Begleitung durch Logopäden und Physiotherapeuten werde der Integrationsgedanke umgesetzt, erläuterte Sevenich-Mattar den Qualitätsanspruch der Einrichtung. Auch wenn es hart sei, man tue es, damit die Kinder sich entwickeln und wohl fühlen könnten, betonten die Verantwortlichen unisono.

Wie zum Beweis der Umsetzung des Gesagten folgte ein Highlight des Feierprogramms mit der rockigen Version von „Alle meine Entchen“, von den Kindern mit großem Selbstbewusstsein vorgetragen. Nicht nur deswegen übergab der Förderverein, in Vertretung durch die Vorsitzende Sarah Heemels und ihre Stellvertreterin Janina Iskra, der als anerkannter Bewegungskindergarten zertifizierten Einrichtung sechs Außenfahrzeuge zur Unterstützung der Bewegung.

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