Infoabend zu Investitionen in die Infrastruktur in Holzweiler

Versorgungsleitungen : Holzweiler: Investitionen in die Infrastruktur

Bis zum Jahr 2022 soll Holzweiler komplett mit Gas versorgt sein; noch in 2019 werden die ersten Leitungen verlegt. Auch das Kanalnetz, die Elektro- und Wasserversorgung, die Straßenbeleuchtung und die Telekommunikation sollen nach und nach auf Vordermann gebracht werden.

Ziel ist es, im Ort eine zukunfts- und leistungsfähige Infrastruktur zu schaffen. Holzweiler hätte nach ursprünglichem Plan dem Braunkohletagebau Garzweiler II zum Opfer fallen sollen, bleibt nach der geänderten Leitentscheidung der NRW-Landesregierung vor einigen Jahren nun aber von den Baggern verschont.

Den Stand der seit rund einem Jahr laufenden Planungen erläuterte der Technische Beigeordnete der Stadt Erkelenz, Ansgar Lurweg, bei einem Infoabend im Saal Boss, zu dem mehr als 180 Bürgerinnen und Bürger gekommen waren. „Alle Maßnahmen werden mit den unterschiedlichen Versorgern detailliert abgestimmt, so dass die Belastungen während der Bauarbeiten für die Anwohner möglichst gering bleiben“, so Lurweg.

Über alle Arbeiten werde jeweils frühzeitig informiert, betonte Karl-Heinz Roberts, Geschäftsführer der NEW Netz, der einen Zeitplan für den Ausbau der jeweiligen Straßen mitgebracht hatte.

Kanalbauarbeiten sind für dieses und das kommende Jahr geplant, jedoch nur im Bereich Kofferer Straße und Holzweiler Markt. „Insgesamt ist der Zustand der Kanäle besser als erwartet“, erklärte Lurweg. So könne auf weitere Maßnahmen zunächst verzichtet werden. Erneuert werden muss ein Teil der Straßenbeleuchtung wegen einer entsprechenden EU-Richtlinie (ÖKO-Design-Richtlinie).

„Welche Anliegerbeiträge kommen denn auf uns zu?“ Auf diese Frage ging Martina Palm vom Amt für Kommunalwirtschaft und Liegenschaften ein. Sie hatte einige Rechenbeispiele mitgebracht, anhand derer sie das im Kommunalabgabengesetz verankerte Verfahren zur Erhebung von Anliegerbeiträgen erläuterte. Die gute Nachricht: Für die aktuell vorgesehenen Maßnahmen fallen voraussichtlich keine Beiträge an – mit Ausnahme der Straßenbeleuchtung: Hierfür werden zwar Beiträge erhoben, diese fallen jedoch erheblich niedriger aus als dies bei einem Ausbau von Straßen der Fall wäre. Über alle Maßnahmen und mögliche Kosten werde die Stadt Erkelenz die Betroffenen frühzeitig schriftlich informieren, hieß es bei der Versammlung. (red)

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