Waldfeucht-Haaren: In Waldfeucht-Haaren tut sich einiges bei Schule, Straßen und Feuerwehr

Waldfeucht-Haaren : In Waldfeucht-Haaren tut sich einiges bei Schule, Straßen und Feuerwehr

In den kommenden Monaten soll sich einiges tun im Waldfeuchter Ortsteil Haaren. Und das geballt rund um das Schulzentrum. Ein Feuerwehrgerätehaus wird neu gebaut, die Sekundarschule wird zur Gesamtschule und die Gemeinde möchte zwei anliegende Straßen komplett sanieren. Wir geben einen Überblick über die Pläne.

Gesamtschule: In diesem Jahr kann die Haarener Schule wieder Schüler aufnehmen. Ab Sommer soll im dortigen Schulzentrum ein Teilstandort der Gesamtschule Oberbruch aufgebaut werden. Weil die vorbereitenden Planungen aber einige Zeit in Anspruch nahmen, gab es im vergangenen Sommer ein Jahr ohne neue Schüler an der einzigen weiterführenden Schule im Gemeindegebiet.

Am Montag hat das Anmeldeverfahren für die neue Gesamtschule in Haaren begonnen. Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen (CDU) hofft, dass sich bei dem einwöchigen Verfahren bereits mindestens 50 Kinder an der Gesamtschule anmelden. Das ist für die Bezirksregierung Voraussetzung, damit der zweizügige Teilstandort der Gesamtschule zustande kommt. Ansonsten könne man darauf hoffen, dass in den folgenden Wochen noch einige Nachzügler den Weg in die fünfte Klasse der Haarener Schule finden, sagt Schrammen. Er verbindet mit der Gesamtschule auch die Hoffnung, dass Kontinuität in die Waldfeuchter Schullandschaft einkehrt, wo die Hauptschule zuerst zur Verbundschule, dann zur Sekundarschule wurde und nun in die Gesamtschule übergeht.

Schrammen betont auch, dass die Gemeinde in der Vergangenheit immer wieder in das Schulgebäude investiert habe, zuletzt in Fluchtwegetreppen und Brandschutztüren, demnächst in die EDV-Ausstattung. In zwei Jahren könne man so weit sein, dass alle Schüler mit Tablet-PC ausgestattet sind und diese über ein WLAN in der Schule nutzen.

Grundschule: Die Toilettenanlagen am Schulzentrum Haaren sollen ebenfalls angegangen werden. Zum einen sollen die vorhandenen Toiletten, die sich am Rande des Schulhofes befinden, saniert werden. Sie stammten noch aus den 70er Jahren, sagt Schrammen. Zum anderen könne künftig unter Umständen nicht mehr verhindert werden, dass Gesamt-, Sekundar- und Grundschule gleichzeitig Pause machen. Wenn Schüler der ersten und der zehnten Klasse die Toiletten gleichzeitig nutzen, könne es zu Konflikten kommen, so die Gemeindeverwaltung. Deshalb plant sie, zwischen Grundschule und Kinderspielplatz ein neues Gebäude mit Toilettenanlagen zu bauen. In dem Gebäude soll auch Platz für ein Putzmittel- und ein Spielgerätelager sein. Das Erkelenzer Planungsbüro VDH schätzt, dass die Kosten für den Neubau bei rund 150 000 Euro liegen — plus Baunebenkosten, die rund 25 Prozent der Baukosten betragen.

Feuerwehrgerätehaus: Gegenüber des Schulzentrums soll an der Haarener Straße ein neues Feuerwehrgerätehaus mit drei Stellplätzen für Einsatzfahrzeuge gebaut werden. Neben der Fahrzeughalle mit ihren drei roten Rolltoren soll ein weiterer Gebäudeteil mit Umkleiden und Sanitärräumen für 50 Wehrleute, ein Atemschutzlager, ein Jugend- und Bereitschaftsraum, ein Schulungsraum und ein Lagerraum entstehen. Die Bauarbeiten für das 1,25 Millionen Euro teure Gebäude (inklusive Baunebenkosten) sollen im Frühjahr beginnen. Den Bauantrag dazu hat die Gemeinde bereits beim Kreis Heinsberg eingereicht. Neben dem Gerätehaus sollen am Hirtenweg noch drei Einfamilienhäuser gebaut werden. Die Grundstücke seien bereits verkauft, sagt Schrammen.

Straßen: Bevor die Arbeiten am Gerätehaus beginnen, möchte die Gemeinde zunächst Kanal und Oberfläche der angrenzenden Straßen sanieren. Eigentlich wäre der Kanal erst 2019 an der Reihe gewesen, es sei aber sinnvoll, die Erneuerung nun vor den Bau des Gerätehauses und der Einfamilienhäuser zu ziehen, sagt Schrammen. Das sei dann eine Lösung „aus einem Guss“.

Arnd Wilms vom Planungsbüro VDH zeigte im jüngsten Bau- und Planungsausschuss Bilder vom Kanal, die belegen, dass er sanierungsbedürftig ist. Wurzeln sind eingewachsen und Scherben aus dem Kanal herausgebrochen. An einigen Stellen lagern sich Fäkalien und Toilettenpapier ab. Zudem wiesen die Asphaltdecken beider Straßen Schlaglöcher bzw. Risse auf.

Der Hirtenweg soll auf einer Breite von 5,50 Meter zuzüglich eines 1,50 Meter breiten Gehwegs ausgebaut werden. Die Haarener Straße soll sechs Meter breit werden, wobei kein Bürgersteig vor dem Feuerwehrhaus eingeplant ist.

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