„Immobilien-Dialog“ für die Stadtentwicklung in Erkelenz

Innenstadtentwicklung : Immobilieneigentümer mit ins Boot holen

Im Rahmen des Handlungskonzeptes „Erkelenz 2030“ soll die Innenstadt attraktiver gestaltet werden. Deshalb sind nun die im Zentrum gelegenen Geschäftsimmobilien in den Fokus geraten. Deren Eigentümer werden nun zum „Immobilien-Dialog“ eingeladen.

Am kommenden Mittwoch, 13. November, sollen Eigentümer von Immobilien in der Innenstadt ab 19 Uhr im Sitzungssaal des Alten Rathauses mit der Verwaltung ins Gespräch kommen und sich über Themen wie Leerstände und die Entwicklung der Innenstadt austauschen. Moderiert wird der Dialog von dem aus Gelsenkirchen stammenden Stadtmarketing-Experten und Citymanager Frank Manfrahs.

„Für den Zustand der Innenstädte werden oft die Kommunen selbst verantwortlich gemacht“, weiß er. „Doch es handelt sich nicht um Einkaufszentren, in denen Dinge von oben bestimmt werden können.“ Daher sei eine umfangreiche Kommunikation mit den Immobilieneigentümern dringend notwendig, um zu einem attraktiven Gesamtbild der Innenstadt beizutragen. Daher sei es wichtig, sie für die Sache zu gewinnen, betont Manfrahs.

Gefragt seien Meinungen und auch Kritik für den Kernbereich der Innenstadt, erklärt der Technische Beigeordnete Ansgar Lurweg. Daher wurden alle rund 200 Immobilienbesitzer in dem Bereich zwischen Bahnhof, Westpromenade, Wilhelmstraße und Theodor-Körner-Straße angeschrieben und zu der Informationsveranstaltung eingeladen.

Die Resonanz sei gut, so Stadtmarketingreferentin Nicole Stoffels, rund 50 positive Rückmeldungen habe es bereits gegeben. Eine breite Beteiligung von Eigentümern, Geschäftsleuten und Bürgern sei wichtig, denn es solle ein Wir-Gefühl geschaffen werden.

Geschäftsimmobilien unter der Lupe

In dem ersten Schritt soll am 13. November die Situation der Geschäftsimmobilien beleuchtet werden. Aus Erfahrung weiß Citymanager Manfrahs, dass ein Kernproblem oftmals bei den Eigentümern liege, die den Wandel im Einzelhandel noch nicht nachvollzogen hätten. So seien Mietverträge mit mehrjährigen Mindestlaufzeiten heute nicht mehr zeitgemäß und Ursache für manchen Leerstand in Citylage.

Auch seien die Schaufenster oftmals nicht einladend oder Ladenräume schlecht zugeschnitten. „Für Leerstände gibt es immer Gründe“, weiß Manfrahs. „Für verwahrloste Fassaden aber nicht.“

Daher seien neben den gewerblichen Vermietern auch Privateigentümer mit Wohnimmobilien in der Innenstadt angesprochen. So könnten private bauliche Maßnahmen mit städtischen Vorhaben abgestimmt und auch im Bereich möglicher Fördermittel beraten werden.

Den Eigentümern sollen Chancen aufgezeigt werden, denn eine gestalterische Aufwertung der Immobilie erhöhe auch deren Wert. Ein Mehrwert für alle sei die attraktive Innenstadt mit modernem Einzelhandel und Aufenthaltsqualität, die Ziel des anzustoßenden Dialogprozesses ist.

Zur Vorbereitung hatte sich Manfrahs mit der Kamera auf den Weg gemacht und die Innenstadt erkundet. Neben vielen Fotos von gelungenen und weniger günstigen Beispielen hat er auch schon Meinungen und Stimmungsbilder in den Geschäften gesammelt. Nun hoffen die Organisatoren, dass es am 13. November im Sitzungssaal des Alten Rathauses zu einem regen Meinungsaustausch kommt.

Der Immobilien-Dialog startet am Mittwoch, 13. November, um 19 Uhr im Alten Rathaus. Immobilieneigentümer aus der Innenstadt können sich anmelden unter 02431/85252 oder per Mail an nicole.stoffels@erkelenz.de.