Im Quartiersbüro sind Ideen für Saeffelen gefragt

Dorfentwicklung : Im Quartiersbüro sind Ideen für Saeffelen gefragt

Gülsen Litherland ist im Quartiersbüro im Pfarrzentrum St. Luzia ansprechbar. Es stehen Fördertöpfe bereit, um den Dorfkern aufzuwerten.

Das zweite Quartiersbüro im Kreis Heinsberg im Kontext der Städtebauförderung ist am Mittwoch in Saeffelen eröffnet worden. Bekanntlich sind die drei Gemeinden Selfkant, Gangelt, Waldfeucht und die Stadt Heinsberg als Westzipfelregion aktiv und bündeln ihre Kräfte in dazugehörigen Fördermaßnahmen. Selfkants Bürgermeister Herbert Corsten (CDU) begrüßte zur Eröffnung des Büros Gülsen Litherland vom Team Bauberatung und Quartiersmanagement, Lothar Terrode vom Projektpartner DRK und vom weiteren Quartiersbüro-Team  Josefine Paschadel und Stefanie Bohnen.  „Wir freuen uns, endlich im Rahmen der Städtebauförderung das erste Quartiersbüro in Saeffelen eröffnen zu können“, sagte Corsten.

Corsten erläuterte die Grundlagen des Förderprogrammes: „Zukunft gemeinsam gestalten“ lautet das Motto im interkommunalen Entwicklungskonzept der Westzipfelregion. Für den Quartiersbereich Saeffelen wurde ein Fassaden- und Hofprogramm aufgelegt, Saeffelen soll attraktiver und lebenswerter werden. So sollen Haus- und Grundstückseigentümer unter anderem unterstützt werden, um mögliche Außenanlagen oder Fassaden attraktiver zu gestalten.

Weiterhin wurde ein Verfügungsfond vorgestellt, auch dabei können finanzielle Zuschüsse für das Engagement abgerufen werden. „Sie haben Projektideen zur Aufwertung unseres Ortskerns von Saeffelen? Sie möchten das Miteinander fördern, den Ortskern gestalten oder Events ins Leben rufen?“ – so wird in einem Flyer zur Mitarbeit  geworben.

Im Quartiersbüro sollen zum Beispiel Beratung, Hilfe beim Ausfüllen der Anträge und Prüfung der Fördermöglichkeiten stattfinden.

Das Quartiersbüro im Pfarrzentrum St. Luzia Saeffelen in der Pfarrer-Jäger-Straße 5 ist jeden zweiten Mittwoch von 10 bis 13 Uhr geöffnet, Terminansprachen sind zusätzlich möglich. Das Saeffelener Büro ist abwechselnd mit Höngen, wo das Quartiersbüro am 27. Februar eröffnet wird, geöffnet. In Saeffelen ist wieder an Aschermittwoch geöffnet.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen und können vorbeischauen, um Infos zu erhalten und auch Anregungen einzubringen. Vor Ort nutzte Heinz Dahlmanns gleich die Gelegenheit, den Wunsch zu äußern, ein Bookeskook-Denkmal aufzustellen. Diese Idee fand gleich positive Resonanz, wie ein weiterer Vorschlag zu einem Spielplatz.  Wobei Gülsen Litherland deutlich herausstellte, dass man auch mit dem Regionalmanagement (NRW.Vital) der Westzipfelregion  eng zusammenarbeitet, und man versucht, ständig neue Fördermöglichkeiten für eine lebenswertere Region zu ermöglichen.

„Als ich vor Jahren von Düsseldorf ins Ländliche zog, war ich total überrascht, wie toll es hier ist. Besonderes  das Zusammenleben mit der Nachbarschaft war mir unbekannt, und ich habe diesen Schritt, aufs Land zu ziehen, nie bereut“, sagte Litherland. Diese Form des ehrenamtlichen Engagements, wie es in den Vereinen geleistet wird, sei für sie neu gewesen. „Auf dem Land hat man viele Ideen, und vieles wird gemeinsam umgesetzt.  Es macht mich jeden Tag glücklich, hier nunmehr in den Quartiersbüros zu arbeiten – es gibt viele tolle Menschen hier“, sagte Gülsen Litherland.