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Weihnachtspaket-Aktion: Im Corona-Jahr ist die Solidarität noch deutlicher zu spüren

Weihnachtspaket-Aktion : Im Corona-Jahr ist die Solidarität noch deutlicher zu spüren

Viele Spenden für die Weihnachtspaket-Aktion: In Hückelhoven und Erkelenz versorgen die Tafeln hunderte Bedürftige mit Gaben zum Fest. Es gibt auch viele Geldspenden.

Ein ganz herzliches Dankeschön richten die Vorsitzenden der Hückelhovener Tafel, Heinz-Josef Schmitz, und der Erkelenzer Tafel, Manfred Fröhlich, an die Bürgerinnen und Bürger, die in diesem Jahr die Weihnachtsaktion der Tafeln großartig unterstützt haben. „Der Zuspruch war gewaltig. Das habe ich in 15 Jahren noch nicht erlebt“, sagt Manfred Fröhlich. „Das ist der helle Wahnsinn“, stellt Heinz-Josef Schmitz fest. „Wenn wir bitte sagen, dann sind die Hückelhovener auch zur Stelle. Dieses Jahr spürt man die Solidarität noch deutlicher“, sagt er.

Wie berichtet, waren auch die Tafeln Heinsberg und Übach-Palenberg von der Spendenbereitschaft der Bevölkerung zur Weihnachtspaket-Aktion zugunsten der Tafelkunden vollkommen überrascht worden. In Übach-Palenberg hatte man 2019 noch einen herben Einbruch auf nur 87 Paketen erleben müssen, in diesem Jahr waren es erfreuliche 145 liebevoll gepackte Geschenkpakete. Allen Tafeln war es gelungen, die Ausgabe der Weihnachtspakete an ihre Kunden Ende vergangener Woche so zu organisieren, dass alle Hygienevorschriften eingehalten werden konnten.  

Heinz-Josef Schmitz geht davon aus, dass in diesem Jahr  rund 1300 Menschen von der Weihnachtsaktion der Hückelhovener Tafel, die auch eine Zweigstelle in Wassenberg sowie das Tafel-Depot in Baal unterhält, profitieren können. Die große Spendenbereitschaft der Bevölkerung erlaubt es der Hückelhovener Tafel sogar, über den Kundenstamm hinaus bedürftigen Menschen, ob nun mit einem Handicap oder Studenten, ein Weihnachtspräsent anzubieten.

Man habe eigentlich der Weihnachtsaktion etwas skeptisch entgegengesehen, erinnert sich Heinz-Josef Schmitz. Denn man habe befürchtet, dass viele Menschen wegen der Pandemie zurückhaltend sein würden. Tatsächlich hätten die Tafel auch Anrufe von älteren Bürgern erreicht, die mitteilten, sie würden derzeit nicht raus gehen, sie wollten aber dennoch die Tafelaktion mit einer Geldspende unterstützen. „Bei uns ist eine Unmenge an kleinen Geldbeträgen eingegangen“, stellt Heinz-Josef Schmitz fest.

 Die Tafel Hückelhoven konnte ihre Kunden reichlich mit allem versorgen, was sie über die Feiertage benötigen.
Die Tafel Hückelhoven konnte ihre Kunden reichlich mit allem versorgen, was sie über die Feiertage benötigen. Foto: Dettmar Fischer

Neben den sehr gut gefüllten Tüten für die Erwachsenen hatten die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Hückelhovener Tafel an der Ausgabestation am Friedrichplatz auch einen Extratisch für die Kinder gedeckt. Dort gleich neben dem Weihnachtsbaum beschenkte der Weihnachtsmann  persönlich die Kinder.

Während in Folge des ersten Lockdowns im Frühjahr, der Kundenstamm nicht zugenommen habe, so Heinz-Josef Schmitz, sei jetzt im zweiten Lockdown die Bedürftigkeit doch angestiegen. Schmitz ist allerdings zuversichtlich, dass die wachsende Solidarität nicht mit dem Weihnachtsfest enden wird.

Manfred Fröhlich weiß aus vergangenen Jahren, dass die Kunden der Tafel die schön eingepackten Pakete gerne bis zum Heiligen Abend aufheben und erst dann feierlich öffnen. Auch die Tafel an der Krefelder Straße in Erkelenz durften die Kunden schwer beladen verlassen.

Für Manfred Fröhlich und sein Team ist die Spendenbereitschaft, die in Erkelenz 600 bedürftigen Menschen zugute kommt,  auch eine Bestätigung des sozialen Engagements des Tafelteams. „Ich bin froh, dass die Bevölkerung in der Krise diese Solidarität zeigt“, hebt  Manfred Fröhlich noch einmal hervor.