Hückelhoven: „Illoyales Verhalten“: GdG-Rat kritisiert Diakon

Hückelhoven: „Illoyales Verhalten“: GdG-Rat kritisiert Diakon

„Dieser Rundumschlag schädigt das Ansehen aller Menschen, die sich in den Pfarreien der GdG Hückelhoven engagieren.“ Der Rat der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Hückelhoven weist die kritischen Äußerungen von Diakon Manfred Kappertz, der die GdG zum 1. Februar verlassen hat, zurück.

Kappertz hatte Teilen der Gemeinde mangelnden Reformwillen und verkrustete Strukturen vorgeworfen. „Uns sind manche Knüppel zwischen die Beine geworfen worden“, hatte er auch im Hinblick auf seinen ehemaligen Kollegen Gottfried Maria Graaff gesagt.

„Ein derartiges illoyales Verhalten haben wir von einem hauptamtlich tätigen Seelsorger nicht erwartet“, heißt es in einer Stellungnahme des GdG-Rates. „Wie hier ein Pastoralteam, verantwortliche Ehrenamtliche und damit die ganze GdG in ein schlechtes Licht gesetzt werden, ist ein einmaliger negativer Vorgang in der Katholischen Kirche von Hückelhoven.“

Anschuldigungen, offene und versteckte Kritik an Ehrenamtlichen stünden ohne Zusammenhang nebeneinander. Differenzen im Team der Hauptamtlichen würden von Kappertz angedeutet, „ohne Hintergründe zu benennen. Gerade dann, wenn jemand für sich in Anspruch nimmt, ,Leitung‘ wahrzunehmen, muss er angemessen mit Kritik umgehen können.“

Es sei „peinlich, wie unsere GdG in der Öffentlichkeit dargestellt wird, kritisiert der GdG-Rat die Äußerungen des Diakons. „Der Vorstand des GdG-Rates hofft, dass die verbleibenden Teammitglieder mit unserem neuen Pfarrer, Herrn Georg Kaufmann, einen vertrauensvollen Neuanfang beginnen können.

Georg Kaufmann soll am 13. März in Hückelhoven anfangen.

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