IG Bau Kreis Heinsberg zeichnet Mitglieder aus

Treue gehalten : IG Bau ehrt langjährige Mitglieder

Bei der Jubilarehrung der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (BAU) in der Gaststätte Bodens in Heinsberg-Kirchhoven ehrte der Kreisvorsitzende langjährige Mitglieder. Der Blick wurde aber auch auf das Thema Altersarmut gerichtet.

„Die Pläne der Großen Koalition bei Arbeit, Wohnen und Rente gehörten auf den Prüfstand.“ Dies sagte Uwe Brell, stellvertretender Bezirksvorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, bei der Jubilarfeier des Kreisverbandes in der Gaststätte Bodens in Heinsberg-Kirchhoven.

Kreisvorsitzender Herbert Klothen begrüßte die Jubilare, ihre Begleiter und die Vertreter des Bezirksverbands hier herzlich.

Wer lange auf dem Bau, in der Gebäudereinigung oder in der Landwirtschaft geschuftet hat, der weiß, wie hart man für einen Monatslohn arbeiten muss“, so der Gewerkschafter Brell weiter. „Deshalb ist es gut, dass die neue Regierung bei der Rente eine Haltelinie nach unten vereinbart hat.“

Notwendig sei aber eine Lösung über 2025 hinaus, und das Brutto-Rentenniveau dürfe durchaus bei über 48 Prozent liegen. „Wenn die Jubilare über die Rente ihrer Eltern reden, dann war die im Verhältnis deutlich höher. 1957 lag das Rentenniveau bei 57,3 Prozent“, erklärte er. „Und heute reden wir bei vielen sogar über Altersarmut nach einem langen Arbeitsleben. Das darf es einfach nicht geben.“

Die Große Koalition wolle jetzt etwas gegen Arbeitsverträge unternehmen, die immer nur für ein oder zwei Jahre abgeschlossen würden, fuhr er fort. „Hier muss auf mehr passieren. Mit den Ketten-Befristungen muss Schluss sein. Gerade die Beschäftigten in der Reinigungsbranche leiden unter den Arbeitsverträgen auf Zeit.“

Mit Blick auf die steigenden Mieten forderte der IG-BAU-Vertreter zugleich eine Offensive beim Wohnungsbau. „Wir brauchen mehr Sozialmietwohnungen und mehr preiswerte Wohnungen“, sagte er. „Und für den Facharbeiter auf dem Bau genauso wie für die Industriekauffrau sollte es auch möglich sein, ein eigenes Haus bezahlen zu können.“

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