Hückelhoven: Hund vor Hitzetod im Auto gerettet

Hückelhoven: Hund vor Hitzetod im Auto gerettet

In den heißen Sommermonaten ist in den Medien immer wieder zu lesen, dass Tiere, die mit dem Auto in praller Sonne „geparkt“ werden, nicht selten einen qualvollen Hitzetod erleiden. Jetzt wäre es in Hückelhoven beinahe wieder geschehen, wie unsere Redaktion erfuhr.

Ein kleiner Mischlingshund saß in sengender Sonne auf dem Beifahrersitz eines VW Polo auf dem Parkplatz eines Supermarktes und hechelte mit zusammengekniffenen Augen um sein Leben. Zwei Paare, die einkaufen wollten, wurden auf das notleidende Tier aufmerksam. Eine der Frauen ging in den Supermarkt, um das Nummernschild des Wagens ausrufen zu lassen, doch der Markt hatte keine Mikrofonanlage.

Nachdem mehrere Minuten vergangen waren, versuchte man, die etwa fünf Zentimeter geöffnete Scheibe auf Fahrer- oder Beifahrerseite weiter zu öffnen. Vergeblich. Zwischenzeitlich waren weitere aufmerksame Bürger hinzugekommen.

Auch die Stimmung der Menschen heizte sich auf. Ein älterer Herr, so wird durch Dirk Paulsen aus Hückelhoven berichtet, wollte offenbar gleich die Scheibe des Pkw einschlagen.

Leider hatte ein Anruf bei der Polizei offenbar nicht den gewünschten Erfolg, da diese sich um einen Unfall mit Verletzten kümmern musste. Ein Autofahrer holte zwischenzeitlich aus seinem Kofferraum eine große Abdeckung und legte sie auf die Frontscheibe des VW, damit sich der Innenraum nicht noch mehr aufheizen konnte.

Ein weiterer Mann, so Paulsen, sei in den Supermarkt gegangen und habe sich lautstark auf die Suche nach dem Pkw-Besitzer gemacht. Es dauerte nicht lange und er hatte die Dame gefunden. Einige der Umstehenden hätten ihr empfohlen, sich selbst einmal für zehn Minuten in ihr Auto zu setzen — ohne Klimaanlage.

„Noch immer begreifen viele Menschen nicht“, sagt Paulsen, „dass Hunde und auch Katzen nur über die Zunge schwitzen können. Aus diesem Grund ist der Aufenthalt in einem Auto, das sich selbst bei bedecktem Himmel innerhalb weniger Minuten auf 50 bis 60 Grad erhitzt, für diese Tiere tödlich.“

(red)