Hückelhoven: „Hückelhoven karibisch“: Veranstalter wünschten sich mehr Besucher

Hückelhoven : „Hückelhoven karibisch“: Veranstalter wünschten sich mehr Besucher

Kann es zu heiß sein, um am Strand zu liegen? Es kann. Jenseits von 30 Grad Hitze ist es selbst mit einem kühlen Drink in der Hand ein bisschen zu warm, um im Liegestuhl zu liegen und mit den Zehen im Sand zu spielen. Chris Habernoll ist Veranstaltungskaufmann und war bei der Just Festivals GmbH aus Dortmund zuständig für das „Street Beach Festival Hückelhoven Karibisch“.

Ein paar mehr Besucher hätte er sich am vergangenen langen Wochenende schon an seiner Strandbar gewünscht. Drei Tage lang lag ausgebreitet vor dem Hückelhovener Rathaus der feine weiße Sand, der den Besuchern ein karibisches Gefühl ermöglichte. Aber es sei wohl einfach zu heiß, meinte Habernoll. Zu heiß für das Karibik-Gefühl. Doch immerhin: Am Abend, als es etwas kühler wurde, wäre der Besuch ganz gut gewesen, meinte der Veranstalter eingeschränkt zufrieden.

Fruchtig oder herb? Exotische Cocktails gab es an der Strandbar. Wer wollte bekam aber auch ein kühles Bier. Fotos (2): Dettmar Fischer. Foto: Dettmar Fischer

Eine kleine Budenstadt war auf dem Rathausplatz rund um den Strandbereich aufgebaut worden. Die Strandbar war Anlaufstelle für alle Durstigen, die es sich in den Liegestühlen bequem gemacht hatten. Auf der Bühne wurde Livemusik geboten, die ihrerseits dazu beitrug, den Daheimgebliebenen ein angenehmes Urlaubsgefühl gleich vor der Haustür zu servieren.

Es gab reichlich Plastikbälle, die allen, denen es nicht zu heiß war, zum Kicken zur Verfügung standen. Der „Beach Cup Hückelhoven“, der eigentlich schon am Samstag hätte stattfinden sollen, sei auf den Sonntag verlegt worden, sagte Chris Habernoll, da wegen der umherfliegenden Bälle die Parkhofstraße gesperrt werden müsse.

Auf der Bühne am Rande des Strandbereiches wurde bei freiem Eintritt Livemusik geboten. Keith „Roughhouse“ Powell und seine Band Roughhouse spielten ihre Songs. Latino Total und Andre George sorgten ebenfalls für ein Strandpartygefühl.

Keith „Roughhouse“ Powell kommt aus Jamaika und nennt Bob Marley als eines seiner Vorbilder. Reggae und Dancehall sind seine Musikrichtungen. Er singt mit großer Leidenschaft und kann auch ruhige Balladen vortragen. Wer seinen einfühlsamen Song „Far away“ einmal gehört hat, wird ihn nicht so schnell wieder aus den Ohren bekommen.

Musik zu Mittanzen

Das Musikprogramm lud auch zum Mittanzen ein. Ein paar nette Stunden am Hückelhovener Strand konnten die Besucher auf jeden Fall genießen und sich dabei auf den nächsten Urlaub einstimmen oder einfach nur mal die Seele baumeln lassen.

Am Sonntag wurden die Besucher mit einem familienfreundlichen Programm empfangen. Eine große Hüpfburg sorgte dafür, dass die kleinen Gäste ausgelassen toben konnten. Kinder, deren Eltern vorausgedacht hatten, hatten ihre Sandförmchen, Eimerchen und Schaufeln im Gepäck. Die lieben Kleinen konnten gleich vor dem Hückelhovener Rathaus schon einmal das Sandburgenbauen für den nächsten Holland- oder Mallorcaurlaub üben.

Währenddessen durften die Eltern an der Bar fruchtige Smoothies, bunt dekorierte Cocktailkreationen oder auch ein kühles Bier genießen. Ein Street-Food-Wagen verköstigte die Strand-„Urlauber“, die ohne weite Anreise Hückelhoven mal karibisch erleben durften.