Konzert des Orchesterverein: Hochklassige Klänge von West-Harmony

Konzert des Orchesterverein : Hochklassige Klänge von West-Harmony

Unter dem Motto „Sinfonische Metamorphosen“ demonstrierte der Orchesterverein Kreis Heinsberg seine Vielseitigkeit bei einem Konzert in der Aula der Realschule Heinsberg.

In gleich drei unterschiedlichen Besetzungen traten die Musikerinnen und Musiker auf, die unter dem Dach des Orchestervereins ihre „zweite“ Heimat gefunden haben.

Der Orchesterverein vereint Musiker aus vielen regionalen und überregionalen Vereinen. Das „große“ Orchester West-Harmony bestritt den ersten Konzertteil, während zwei kleinere Ensembles nach der Pause auftraten. Das Klarinettenensemble des Orchestervereins Kreis Heinsberg hatte beim Konzert in der Realschule seinen ersten großen Auftritt. Die sechs Klarinettistinnen hatten sich erst vor Kurzem zusammengefunden, eigentlich nur um eine private Feier musikalisch zu gestalten.

Doch die Zusammenarbeit erwies sich als so fruchtbar, dass ein Ensemble aus der Taufe gehoben wurde, das sich als Teil des Orchestervereins nun speziell der Klarinette widmet. Die Bildung weiterer Ensemble hat sich der im Herbst 2018 gegründete Orchesterverein, dessen erste Vorsitzende Rebecca van Koert ebenfalls zu den Klarinettistinnen gehört, auf die Vereinsfahne geschrieben.

Ein sehr schönes kleines Programm hatten die sechs Musikerinnen zusammengestellt. Sie starteten mit dem wunderbaren Kanon in D von Johann Pachelbel. Es folgte eine feierliche Pavane von Gabriel Fauré. Aus „Der Zauberer von OZ“ trug das Klarinettenensemble, das bislang noch keinen Namen gefunden hat, das Stück „Somewhere over the rainbow“ vor.

Das Klarinettenensemble des Orchestervereins Kreis Heinsberg hatte beim Konzert „Sinfonische Metamorphosen“ seinen ersten öffentlichen Auftritt. Foto: Dettmar Fischer

Das zweite Ensemble des Orchestervereins Kreis Heinsberg ist schon etabliert. Es ist ein Flötenensemble, nennt sich „Seitenwind“ und hat mit Gerard Bijlmakers auch einen eigenen Dirigenten. Mit dem Einzug der Königin von Saba von Georg Friedrich Händel eröffnete „Seitenwind“ seinen Programmteil. Geradezu ein Muss für Flötisten ist schon des Namens wegen „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart.

Aus Edvard Griegs „Peer Gynt Suite Nr. 1“ spielte das Ensemble die Teile „Anitras Tanz“ und „In der Halle des Bergkönigs“. Auch der zeitgenössischen Musik wandte sich das Flötenensemble zu mit der Komposition „Coloratura“ des japanischen Komponisten Satoshi Yagisawa. Die erste Konzerthälfte gestaltete das sinfonische Blasorchester West-Harmony unter der bewährten Leitung von Martin Kirchharz.

Auf dem Programm stand eine bunte Mischung aus Originalkompositionen wie „Noah’s Ark“ von Bert Appermont oder „Lexicon of the Gods“ von Rossano Galante. Aber auch hochklassige Bearbeitungen wie die der Filmmusik aus „Superman“. Ein Medley mit Songs von Earth, Wind and Fire bot den Zuhörern, die Möglichkeit der Wiederentdeckung großer Hits dieser Band. Das „Benedictus“ aus “The armed man“ des walisischen Komponisten Karl Jenkins bot Frank Lórtije die Gelegenheit zu einem wunderschönen Solo auf dem Euphonium, einem Bügelhorn.

Die Zuhörer, die dieses Konzert erleben durften, würdigten die Leistungen des Orchesters und der beiden Ensemble mit einem begeisterten Applaus.