Hobby Künstlerausstellung in Heinsberg

Ausstellung : Kunstvolles Geschenk hängt bald im Rathaus

25 Hobbykünstler zeigen an zwei Tagen ihre Arbeiten aus einem breiten Spektrum in der Heinsberger Begegnungsstätte

Zu einem runden Geburtstag konnte Bürgermeister Wolfgang Dieder in diesem Jahr Teilnehmer und Besucher der Ausstellung für Hobbykünstler in der Begegnungsstätte begrüßen, denn sie fand bereits zum 30. Mal statt. Zum breiten Spektrum der Präsentationen zählte die Malerei auf verschiedenen Untergründen neben Holz-, Näh- und Stickarbeiten. Ein weiterer Schwerpunkt war die modellierte Kunst aus Ton von Luzie Küppers-Buck, die bereits seit vielen Jahren an der Ausstellung teilnimmt.

Der Bürgermeister dankte zunächst den Organisatoren aus der Stadtverwaltung, Friedbert Görtz und Linda Schröder. Sie konnten berichten, dass sich die Ausstellung eines ungebrochen großen Interesses erfreut und auch dieses  Jahr nicht alle Wünsche nach Ausstellungsplätzen erfüllt werden konnten. „Die Hobbykunst ist ein fester Bestandteil des Kulturlebens unserer Stadt“, betonte Dieder. Der Besuch der Ausstellung trage dabei jedes Mal den Reiz des Ungewissen in sich. „Man weiß nie genau, was einem begegnet“, sagt er. Sicherlich treffe man in der Ausstellung nicht auf Künstler von Weltruhm, aber mit ihren Werken würden sie die Betrachter doch immer wieder inspirieren, ihre  Phantasie spielen zu lassen.

Das taten dann vor allem auch die Aussteller, die ganz neue Projekte mitgebracht hatten wie zum Beispiel Sandra Suckow aus Randerath. Sie experimentiert mit Leuchtpigmenten in ihren Malfarben. Um deren Wirkung noch besser verdeutlichen zu können, hatte sie eine sogenannte Blackbox in Form einer Telefonzelle aufgestellt, in der die Besucher ihre vom Tageslicht quasi aufgeladenen Bilder auch bei Dunkelheit betrachten konnten.

Bürgermeister Wolfgang Dieder (hinten, rechts) mit den Teilnemern der Ausstellung für Hobbykünstler. Foto: Anna

Kleine Kunstwerke mit Blattgold in der Größe einer Visitenkarte verteilte Ira Pravda an die Besucher. Sie ist Ukrainerin, zog der Liebe wegen nach Syrien, musste fliehen und hat inzwischen mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Heinsberg ihre neue Heimat gefunden. Erstmals präsentierte sie ihre Kunst der Malerei in der Ausstellung und überraschte die Vertreter der Stadt gleich zum Auftakt der Schau. Sie forderte Bürgermeister Wolfgang Dieder auf, sich eines ihrer Werke für den ständigen Verbleib im Rathaus auszusuchen. Gerne kam er dieser Aufforderung nach. Er wählte das Bild mit dem Titel Bionik aus und bedankte sich herzlich für das großzügige Geschenk im Großformat, gemalt mit Acrylfarbe auf Leinwand und verziert mit Blattgold.

(anna)
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