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Historiker Karl Beumers: Neues Buch und Gesprächsrunde

Historiker Karl Beumers : Erinnerung an Hilfe für Mitbürger

Sein inzwischen neuntes Buch widmet der Kirchhovener Historiker Karl Beumers der Stadt Heinsberg – und das nicht von ungefähr: Am 16. November jährt sich zum 75. Mal der Tag, an dem Heinsberg im Zweiten Weltkrieg von den Alliierten in Schutt und Asche gelegt wurde.

Am Sonntag, 1. September, um 16 Uhr stellt der Autor sein gerade gedrucktes neues Werk unter dem Titel „Eine Stadt im Wandel der Zeit“ im Rondell im Klevchen (Eingang Rheinertstraße) vor. Der Eintritt ist frei.

Mehr als 35 Menschen hat Karl Beumers auch dieses Mal wieder befragt und ihre Erinnerungen an die Zeit des Nationalsozialismus und auch an die Bombardierung der Stadt aufgeschrieben. Ein Schwerpunkt des Buchs befasst sich mit Hilfe, die von Heinsbergern für ihre jüdischen Mitbürger geleistet wurde. In einer Gesprächsrunde mit zwei von ihnen, Theo von Birgelen aus Heinsberg und Josef Nacken aus Karken, wird die Journalistin Anna Petra Thomas deren Erinnerungen noch einmal beleuchten.

Theo von Birgelen weiß aus eigenen Erinnerungen und aus Erzählungen seines Vaters, dass seine Familie die jüdische Familie Blech aus Heinsberg unterstützt und ihren Sohn über die Grenze in Haaren in die Niederlande gebracht hat. Der Sohn überlebte und kehrte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wieder nach Heinsberg zurück. Josef Nacken kann sich noch an die Reichspogromnacht erinnern und wird berichten, was er als damals Sechsjähriger auf der Heinsberger Hochstraße erlebt hat.

Musikalisch gestaltet wird die Veranstaltung zur Präsentation des Buches durch die Hornisten des Luftwaffen-Musikkorps Münster, Thomas Beumers, Stefan Honsel Lichtenberg, Willi Kröger und Thomas Schmitz. Thomas Beumers stammt aus Kirchhoven und ist der Sohn des Autors.

Am 2. September geht das 220 Seiten starke Werk im Format DIN A4 offiziell in den Verkauf. Erhältlich ist es in der Buchhandlung Gollenstede und beim Autor selbst.

(anna)