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Heiteres Verwirrspiel um König und Königin bei Kirmes in Isenbruch

Kirmes in Isenbruch : Heiteres Verwirrspiel um König und Königin

Solch eine Überraschung hat es bei den Kirmesfeierlichkeiten in Isenbruch bislang noch nicht gegeben: Ein humorvolles Verwirrspiel um den Schützenkönig und seine vermeintliche Begleitung sorgte am Sonntag allenthalben für jede Menge Heiterkeit.

Der Festzug stoppte am Königshaus bei Dietmar Hermanns. Im Vorfeld war klar: Die Isenbrucher Schützen haben zwar einen Schützenkönig, aber keine Königin. Und dann folgte die Riesenüberraschung. Dietmar Hermanns präsentierte bei der Parade am Königshaus eine Königin.

Da waren selbst die Schützen sprachlos, ebenso wie das Trommler- und Pfeiferkorps und alle weiteren Kirmesgäste. Weder war den Beteiligten die Dame noch deren Name bekannt. „Keine Ahnung, dies weiß nur der König“, hieß es auf Nachfrage. Aber auch dieser musste passen. „Sie heißt Gerti, den Nachnamen kennt Josef Perbaums.“

Des Rätsels Lösung: Schützenkaiser Harry Nizet hatte über die Janse-Bagge-Band seine Kontakte in die Niederlande spielen lassen und den Überraschungsspaß mit der Königin, die keine Königin ist, eingefädelt. Gerti Lemmens, so heißt die vermeintliche Schützenkönigin, die Dietmar Hermanns an seiner Seite präsentierte. Sie kommt aus dem benachbarten Susteren und hatte für den Spaß spontan zugesagt – und natürlich „dichtgehalten“. Nicht einmal eine handvoll Schützen waren im Vorfeld eingeweiht. Der Königinnen-Coup jedenfalls war voll gelungen und sorgte auf der Isenbrucher Kirmes für jede Menge Spaß und Gesprächsstoff.

War der Kirmessamstag zum Auftakt schon prächtig gelaufen, gab es am Montag Brauchtum pur: Die Klumpania (Spielmannsleute) holte den König am Vormittag zu Hause ab. Im großen Klump wurde dieser zusammen mit zahlreichen Kindern im und auf dem Klump zum Festzelt auf dem Wanderparkplatz chauffiert. Jung und Alt reihen sich teilweise in den wunderbaren Festzug zum Festzelt ein. Dort gab es eine tolle Parade des Königs, die Kinder in schicken Klumpen standen Spalier. Am Abend feierte Isenbruch dann seinen „Solo“-Schützenkönig beim Königsball.