Heinsberg: Heinsbergs Freibäder vor dem Aus?

Heinsberg: Heinsbergs Freibäder vor dem Aus?

Rückt die Schließung beider Freibäder in Heinsberg näher? Das schlägt zumindest ein Arbeitskreis vor, der sich mit der Situation der Heinsberger Bäder befasst hat. Der Arbeitskreis besteht aus Mitgliedern der Ratsfraktionen und von den Fraktionen benannten Bürgern.

Entscheiden muss am Ende die Gesellschafterversammlung der Heinsberger Stadtwerke. Der Arbeitskreis schlägt zusätzlich vor, das Hallenbad das ganze Jahr geöffnet zu lassen.

Wann die Gesellschafterversammlung über diesen Vorschlag entscheiden wird, ist noch nicht klar. Die nächste Sitzung des Gremiums sei noch nicht terminiert, sagte Bürgermeister Wolfgang Dieder am Donnerstag auf Nachfrage.

Das Freibad Kirchhoven bleibt in diesem Jahr komplett geschlossen. Dort ist der Sanierungsbedarf fast doppelt so hoch wie im Freibad in Oberbruch, das in diesem Jahr verspätet öffnete.

In einem Zehnjahreszeitraum müssten in Kirchhoven laut einem Gutachten 2,041 Millionen Euro investiert werden, wohingegen der Sanierungsbedarf in Oberbruch Kosten in Höhe von 1,238 Millionen Euro verursache. Das Hallenbad schlägt übrigens mit fast 1,8 Millionen Euro zu Buche.

Dreimal im Minus

Neben hohen Kosten haben die Betreiber der Freibäder auch mit rückläufigen Besucherzahlen zu kämpfen. Das Betriebsergebnis, das Erlöse und Aufwendungen gegenüberstellt, betrug für 2012 beim Hallenbad ein Minus von 701.779 Euro, beim Freibad Kirchhoven ein Minus von 123.311 Euro und in Oberbruch ein Minus von 349.166 Euro.

(ger)
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