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Heinsberger Travestieshow im November bereits ausverkauft

Travestie in Heinsberg : Wenn Henriette von Küppersbusch kommt, ist jeder Platz besetzt

Tagsüber engagiert sich Heinz Küppers aus Birgelen im Service im Heinsberger Museumscafé Samocca, in seiner Freizeit frönt er als Gräfin Henriette von Küppersbusch seinem zweiten Leben in der Travestie.

Mit wie viel Hingabe die Gräfin dort unterwegs ist, bewies sie auch in ihrer dritten Heinsberger Show, die unter dem Motto „Viva las Heinsberg“ den Schlusspunkt des diesjährigen Kulturfestivals Lebenshilfe setzte.

Schnell war das Zirkuszelt ausverkauft, in dem die Show über die Bühne ging, zu der Henriette wieder einmal ihr liebgewonnene Kollegen eingeladen hatte. Mit dabei waren die Travestiekünstlerin Lavinia Laaks aus Essen, der in Heinsberg schon bekannte Zauberer Charlie Martin aus Düsseldorf sowie die Musiker Michael Carleton (Klavier) und Luiz (Saxophon und Querflöte).

Mit Bodyguard und ganz in Schwarz eröffnete die Gräfin das Programm, als sie in einer großen schwarzen Urne symbolische Ehemann Nummer 15 beerdigte und ihn mit einem Staubsauger wieder aus ihrer „guten Wohnzimmervase“ saugte. Nach dem aktuellen Chart-Hit „Shallow“, den sie dazu sang, kehrten Henriette und auch Lavinia, alleine oder im Duett, in ältere, aber nicht weniger bekannte Musikgefilde zurück. „Viva las Vegas“ oder „Hello again“ hießen die Songs oder auch auf Deutsch „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“. Dazwischen lieferten sie auch die passende Comedy ab, etwa mit ihren Erlebnissen auf der modernen, ferngesteuerten Toilette mit der Ladytaste oder mit aktueller „Shapewear“.

Charlie Martin überraschte dazwischen mit ganz besonderen Zaubertricks, in die er auch das Publikum gekonnt einbezog. Schon nach der ersten Pause und einer zweiten guten Stärkung aus dem Café Samocca, dessen Mitarbeiter ein Drei-Gänge-Menü präsentierten, sangen alle mit bei dem Wunsch nach Sahne von Udo Jürgens.

„Et läuft“, freute sich die Gräfin, die am Ende ganz viel Lob erhielt, auch gepaart mit einem Blumenstrauß von Café-Leiterin Klaudia Steiner. Sie freute sich über den Erfolg von Heinz in seiner Show ebenso wie seine Kolleginnen und Kollegen der Lebenshilfe, die flugs alle mal gemeinsam die Bühne eroberten und dafür nicht minder viel Applaus ernteten wie die glitzernden Stars des Abends in ihren ungezählten Kleidern.

Wer Henriette von Küppersbusch in Heinsberg demnächst wieder erleben will und noch keine Karten für ihren schon ausverkauften Auftritt im November hat, der muss sich bis zum Weltfrauentag 2020 gedulden. Für den 8. März 2020 hat sie etwas geplant, zu dem sie sich jedoch noch nicht weiter äußerte.