Heinsberg/Gangelt/Waldfeucht/Selfkant: Heinsberger Kommunen wollen Versorgung gemeinsam sichern

Heinsberg/Gangelt/Waldfeucht/Selfkant : Heinsberger Kommunen wollen Versorgung gemeinsam sichern

Die vier Bürgermeister der Stadt Heinsberg und der Gemeinden Gangelt, Waldfeucht und Selfkant stellten jetzt ihr neues Konzept der interkommunalen Zusammenarbeit im Rathaus von Heinsberg vor. Gemeinsam informierten Wolfgang Dieder, Bernhard Tholen, Heinz-Josef Schrammen und Herbert Corsten zum geplanten und gemeinsam beantragten Städtebauförderungsprogramm im Rahmen des Förderprogramms Kleine Städte und Gemeinden (KSG).

Um Mittel des Förderprogramms KSG beantragen zu können, ist ein integriertes interkommunales Entwicklungskonzept die Voraussetzung. Ziel des Förderprogramm sei, dass kleinere Städte und Gemeinden im ländlichen Raum die zentralörtlichen Versorgungsfunktionen dauerhaft und bedarfsgerecht sichern können. In Zusammenarbeit mit der Planungsgruppe MWM Städtebau und Verkehrsplanung aus Aachen wurde ein Interkommunales Entwicklungskonzept begonnen.

Mit Ortsbegehungen und ersten Analysen wurde eine Bestandsaufnahme vorgenommen in den Handlungsfeldern Interkommunales Management, Ortskernsicherung, Bildung, Wirtschaftsstandort und Tourismus, Umwelt und Freizeit, Kultur, Wohnortnahe Versorgung und Mobilität. Jede der Kommunen definierte einen städtebaulichen Schwerpunkt, der nach einer Analyse die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken erfasste und Vertiefungsbereiche festlegte.

Innerhalb der Handlungsfelder ergeben sich Leitzielfestlegungen, die exemplarisch im Handlungsfeld Ortskernsicherung eine Attraktivierung der Ortskerne durch städtebauliche Maßnahmen vornehmen, durch Investitionen beispielsweise in innerörtliche Verkehrsberuhigung.

Die Stadt Heinsberg habe dabei Kirchhoven und Oberbruch in den Blick genommen, verwies Wolfgang Dieder auf die Heinsberger Vertiefungsbereiche. „Konkrete Projektbeispiele zur Umsetzung der Ziele können an der Festhalle Oberbruch nachvollzogen werden, in dem durch die Fördergelder die Sanierung des Gebäudes, die Nutzungserweiterung und die Aufwertung des Vorplatzes geplant und umsetzbar sind.“

Für Waldfeucht noch offen

Bernhard Tholen benannte für die Gemeinde Gangelt den Ortskern in Gangelt als ihren Vertiefungsbereich, mit dem Projektbeispiel des Jugendhauses im Bereich des Schulstandortes Gesamtschule Gangelt, während Herbert Corsten den Vertiefungsschwerpunkt mit der Einheit Hoengen, Heilder und Saeffelen für die Gemeinde Selfkant benannte und als Projektbeispiel das Dorfgemeinschaftshaus Saeffelen aufführte.

Für Waldfeucht werde der Vertiefungsschwerpunkt noch im Laufe der nächsten Monate festgelegt, verwies Bürgermeister Schrammen auf eine Besonderheit. Auf die Beteiligung der Bürger über Bürgerwerkstätten legten alle Bürgermeister großen Wert. Bürgerwerkstätten seien öffentliche Veranstaltungen, in denen einerseits die Vorstellung der städtebaulichen Vorhaben erfolge, andererseits die Diskussion der Entwicklungsziele mit den Bürgern stattfinde.

Aktive Mitarbeit der Bürgerschaft durch Einbringen von Projektideen seien ausdrücklich gewünscht, ließen alle Bürgermeister wissen. Die Ausarbeitung der Förderanträge erfolge bis Ende 2016, ihnen werden die politischen Beschlüsse in den kommunalen Parlamenten vorausgehen.

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