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Heinsberg: Rüdiger Hoffmann tritt in der Festhalle Oberbruch auf

Comedy : Rüdiger Hoffmann überzeugt mit ostwestfälischem Gemüt

„Hallo erstmal, ich weiß gar nicht, ob sie es schon wussten…“. Diese Begrüßung ist wohl so bekannt wie wenige andere vor ihr. Und sie gehört zu Rüdiger Hoffmann. Der Kabarettist war zu Gast in der Festhalle Oberbruch und hatte sein neues Programm „ich hab´s doch nur gut gemeint“ mitgebracht.

„Kennt ihr das noch ...“, fragte Rüdiger Hoffmann an diesem Abend öfters. „Kennt ihr eigentlich noch Landkarten?“, so lautete zum Beispiel eine Frage. „Oder für die jüngeren unter euch: Google-Maps zum Ausdrucken.“ So zog er viele moderne Errungenschaften durch den sprichwörtlichen Kakao.

Hoffmann zufolge strebten wir immer mehr nach Selbstoptimierung. „Gesundheits-App, Schrittzähler oder das Handy, das auf deine Kalorien achtet“, sagte Hoffmann sich. Dabei verbunden immer mit kleinen und auch etwas größeren Alltagskatastrophen, die ihm im Laufe der Jahre so passiert seien. „Mit diesen verflixten Dingern“, fügte er hinzu.

Im Laufe seiner Karriere konnte er schließlich einige Erfahrung sammeln. Seit den 90er Jahren tourt Hoffmann regelmäßig durch die Republik. In diesem Jahr feiert er bereits sein 30-jähriges Bühnenjubiläum. Mit Auftritten bei Jürgen Becker und im „Quatsch Comedy Club“ begann die Karriere des Kabarettisten. Inzwischen zählt der gebürtige Paderborner zu den beliebtesten Comedians Deutschlands. Und genau seine ostwestfälische Heimat konnte und wollte er an diesem Abend nicht verstecken.

Mit unnachahmlicher Gelassenheit und dem fast schon berühmten ostwestfälisch-trockenen Humor begeisterte er die mehr als 200 Zuschauer in der Festhalle. Die konnten aber auch eine weniger bekannte Seite von ihm entdecken: Rüdiger Hoffmann singend am Flügel. Wenn gleich seine Titel solch kuriose Namen trugen, wie etwa „Eimersaufen verboten, was für Vollidioten“.

Viel zu schnell war der Abend für seine Heinsberger Fans vorbei. Für sie bleibt die Hoffnung, dass er auch ohne seine geliebte Landkarte und vielleicht doch mit Google-Maps den Weg noch einmal in unsere Region findet.