Heinsberg: „Heinsberg-Drum-Project“: Videos für Talente

Heinsberg: „Heinsberg-Drum-Project“: Videos für Talente

„Mehr Musik für die, die mehr wollen“ lautet das Motto des Förderprojekts „Amadeus“, das die Jugendmusikschule und der Rotary Club Heinsberg im vergangenen Jahr gemeinsam ins Leben gerufen haben.

Zahlreiche Fördermaßnahmen für besondere Begabungen wurden seitdem ermöglicht. Mit dem „Heinsberg-Drum-Project“ bekommen diese Aktionen jetzt spektakulären Zuwachs.

Nicht nur mit ihren Erfolgen bei Deutschlands wichtigstem Musikwettbewerb „Jugend musiziert“ haben die Drummer der Jugendmusikschule immer wieder gezeigt, dass sie zur absoluten Spitze in NRW und Deutschland zählen. Gleich eine ganze Reihe erstklassiger Schlagzeuger ist in den vergangenen Jahren aus der Talentschmiede im Heinsberger Klevchen hervorgegangen.

Sie bilden das Herzstück zahlreicher regionaler und überregionaler Bands, und nicht wenige sind inzwischen erfolgreich im professionellen Musikbetrieb unterwegs. Kein Wunder also, dass man sich gerade für diesen Bereich jetzt etwas ganz Besonderes ausgedacht hat: die professionelle Produktion eines eigenen Musikvideos als Start des „Drum-Projects“.

Der Berufsalltag eines Studio- und Konzertdrummers folgt eigenen Spielregeln, die mit „normalen“ Jobs wenig gemeinsam haben. Die aufwendige Studioproduktion sollte für Thomas Peters, Simon Esther, Benedikt Jansen, Nils van Helden, Alexander Wiese und Christian Frohn deshalb nicht nur eine motivierende Herausforderung und Anerkennung für ihre tollen Leistungen sein.

Die intensive Arbeit vor Mikros und Kameras sollte gleichzeitig eigene Erfahrungen zum oft auch von hohem Perfektions- und Zeitdruck geprägten Berufsalltag im Studio ermöglichen.

Als Basis für das Video wurde ein von Fachbereichsleiter Jörg Hartig komponiertes, virtuoses Fusion-Stück ausgewählt. Dessen Instrumentalspuren mussten Wochen vor der eigentlichen Aufnahme zunächst vorproduziert werden, um eine Grundlage für die individuelle Vorbereitung zu bekommen. Erst nachdem jeder Drummer gemeinsam mit Lehrer Ulf Stricker seine Interpretation erarbeitet hatte, ging es ins Studio nach Langenfeld, wo Toningenieur und drei Kameraleute warteten.

Dann hieß es für jeden: Mikros offen, Kamera läuft, Klappe! Gespannt beobachteten die gerade nicht spielenden Musiker aus dem Regieraum jeweils die Aufnahmearbeit mit ihrem Kameraden und schauten dabei dem Toningenieur aufmerksam über die Schultern.

Bis Ende Mai werden Video und Sound jetzt geschnitten, montiert und fertig gemischt. Beim Tag der offenen Tür der Jugendmusikschule am Samstag, 14. Juni, wird das „Neon cuts the Eye“ getaufte Werk in einer einmaligen Konstellation mit allen sechs Drummern live aufgeführt und das fertige Musikvideo der Öffentlichkeit vorgestellt. Anschließend ist das Video dann auch im Internet frei verfügbar.

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