1. Lokales
  2. Heinsberg

„HeinsBär“ führt im Bilderbuch durch die Stadt

Heimat-Projekt : „HeinsBär“ führt im Bilderbuch durch die Stadt

Die Idee entstand schon beim Bilderbuchfest im vergangenen Jahr: Wenn es ein solches Fest in Heinsberg gibt, dann müsste es doch auch ein Heinsberger Bilderbuch geben, lautete sie. Jetzt erscheint es.

Anklang fand der Gedanke nicht nur bei Marcus Mesche und dem Gollenstede-Verlag, sondern auch bei der Lebenshilfe Heinsberg und beim Heimatverein der Heinsberger Lande.

Gemeinsam machten sich Michael Kleinen, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Lebenshilfe, Heimatvereins-Vorsitzende Anna Petra Thomas und Grafikerin Claudia Cohnen ans Werk. Grundlage des kleinen Buches wurde ein Rundgang durch die Stadt. Die Idee hatte der kürzlich verstorbene Geschäftsführer des Heimatvereins, Heinz-Leo Heinrichs, bereits für die Schüler in seiner Heimat-AG am Kreisgymnasium ausgearbeitet.

Daraus entstand ein erster Stadtplan mit sehenswerten Punkten. Ziel war, ein Bilderbuch zu entwickeln, das nicht nur für Kinder, sondern für alle Menschen interessant sein sollte, für Klein und Groß, für junge und alte Menschen sowie natürlich auch für Menschen mit und ohne Handicap. Eindrucksvolle, aussagekräftige Fotos mussten also her – und Texte in einfacher Sprache, die jeder Mensch verstehen kann.

So wurde daraus sogar ein inklusives Projekt, als sich Lebenshilfe-Mitarbeiter André Krings und Anna Petra Thomas zunächst gemeinsam auf „Foto-Safari“ durch den Stadtkern begaben, um alle ausgewählten Punkte ins rechte Licht zu rücken. Nächster Schritt waren die Texte in einfacher Sprache, die zum einen von Mitarbeitern der Lebenshilfe unter die Lupe genommen wurden, zum anderen aber auch von Westblicke-Gästeführerin Anette Tanz mit ihrem fundierten historischen Wissen über die Stadt.

Schließlich brauchte es noch jemanden, der die Führung durch die Innenstadt in dem kleinen Büchlein übernahm. Gemeinsam wurde der „HeinsBär“ kreiert, dem Grafikerin Claudia Cohnen mit ihrer Zeichenkunst an unterschiedlichen Stellen des Rundgangs Leben einhauchte. So fliegt der kleine Bär zunächst am Fallschirm auf die Stadt hinunter, versucht sich als Maler im Begas-Haus und glänzt auf der Burg in seiner Ritterrüstung. Am Gastesbrunnen zeigt er sich schwer bandagiert und schleppt dann eine Kiste mit Gemüse über den Wochenmarkt. Konfetti werfend verabschiedet er sich von seinen Gästen an der Karnevalssäule.

„Schritt für Schritt durch Heinsberg. Die Höhepunkte der Innenstadt, unterhaltsam erklärt in einfacher Sprache“ lautet der Titel des 28 Seiten starken, kleinen quadratischen Büchleins. Verkaufsstart ist bei der offiziellen Eröffnung des Bilderbuchfestes im Innenhof des Begas-Hauses am Sonntag, 7. Juli, um 11 Uhr. Dank einer Förderung dieses Projekts durch das NRW-Heimatmuseum ist das erste Heinsberger Bilderbuch für einen Euro erhältlich, nach dem Bilderbuchfest natürlich auch in der Buchhandlung Gollenstede.

Begeistert zeigte sich bei der Präsentation der Druckvorlagen in der Buchhandlung Gollenstede nicht nur Bürgermeister Wolfgang Dieder, Schirmherr des Bilderbuchfestes. Natürlich freute er sich auch darüber, dass der „HeinsBär“ vor dem Rathaus sogar seine Kette trägt. In der Stabsstelle Heimat des Ministeriums fand Meike Paprotta-Kübler ebenfalls bereits lobende Worte für ein weiteres Heinsberger Projekt im Rahmen der NRW-Heimatförderung. „Wie detailverliebt und kindgerecht es gestaltet ist“, erklärte sie. Damit würden sicherlich viele neue Fans für Heinsberg gewonnen und die Neugier auf das Abenteuer Heimat weiter angeregt, war sie sich bei ihrem ersten Blick in die Druckvorlagen sicher.

Das Bilderbuchfest findet statt am Sonntag, 7. Juli, von 11 bis 17 Uhr im Innenhof und auf der Wiese hinter Begas-Haus und Museumscafé Samocca, Hochstraße 19-21. Zahlreiche Kinderbuch-Verlage präsentieren ihre aktuellen Publikationen. Zudem gibt es ein buntes Programm mit Bilderbuch-Kino, Lesungen, Mitmachaktionen, Zauberer, eine Museums-Rallye und Ballettaufführungen für die kleinen und großen Besucher.